Webfundstücke – kleine Ubuntu/Linux-Helferlein für die Bash


Bei meinen Streifzügen durch die Ubuntugemeinde bin ich wieder einmal über kleine aber wirkungsvolle Befehle gestolpert. Ich staune ja immer wieder nicht schlecht, wie umständlich ich mir bisher geholfen habe und wie einfach bestimmte Dinge eben doch gehen. Irgendwie kann ich mich über so kleine Fortschritte noch immer freuen.
Meine „neuen“ „Befehls-/Tastenlieblinge“ in der Terminalumgebung (Bash) sind:

1. die Tastenkombination Strg+R

Bisher habe ich wenn ich einen zuvor benutzten Befehl benötigt habe, per Pfeil hoch/runter oder mittels history und copy’n paste den Befehl gesucht, kopiert und wieder eingefügt. Mit Strg+r kann die History nach Begriffen durchsucht werden. Weiß ich also, dass der Parameter -h irgendwie im gesuchten Befehl enthalten war, gebe ich -h ein und schwupps steht die komplette Befehlszeile zur Verfügung.
–> Geänderter Prompt nach Strg+R
(reverse-i-search)`':

Falls mehrere Suchtreffer den gesuchten Begriff enthalten, kann man mit zum nächsten Eintrag usw. usf. springen. Gefundene Befehle können mittels ENTER direkt ausgeführt oder mittels ESC bearbeitungsfähig gemacht und danach ausgeführt werden.

Sinn macht die Sache noch mehr, wenn die History mehr Einträge beinhaltet. Aktuell sind bei meinem System 500 Einträge vorgegeben. Die aktuelle Einstellung über die Anzahl ($HISTSIZE) der zu speichernden Einträge sowie den Speicherort ($HISTFILE) kann man wie folgt ermitteln:

taxman@taxman-laptop:~$ echo $HISTSIZE
500

taxman@taxman-laptop:~$ echo $HISTFILE
/home/taxman/.bash_history

Die Datei .bashrc eine kleine Listekann mittels Editor

gedit .bashrc

um den Eintrag export HISTSIZE=1000 (1000 Einträge) ergänzt werden.

2. der Befehl df -h

Oft will man mal schnell nachsehen, wieviel Plattenplatz noch frei ist. Das war für mich aufgrund meiner Unkenntnis recht umständlich unter Linux. df zeigt zwar den freien Plattenplatz an, doch erst der Parameter -h (h steht für human readable) macht es kurz, knapp und verständlich, da die Einträge bzgl. Plattengröße in MB und GB ausgegeben werden.

taxman@taxman-laptop:~$ df -h
Dateisystem Größe Benut Verf Ben% Eingehängt auf
/dev/sda5 17G 8,2G 7,3G 53% /
varrun 505M 244K 505M 1% /var/run
varlock 505M 0 505M 0% /var/lock
procbususb 505M 136K 505M 1% /proc/bus/usb
udev 505M 136K 505M 1% /dev
devshm 505M 0 505M 0% /dev/shm
lrm 505M 33M 472M 7% /lib/modules/2.6.20-16-generic/volatile
/dev/sda2 28G 22G 6,8G 77% /media/Vista
/dev/sda4 65G 22G 40G 35% /media/Ablage
/dev/sdb5 19G 3,2G 16G 17% /media/disk

3. 1. die Tastenkombination Strg+L

Strg+L bereinigt den Terminalbildschirm. Das habe ich bisher mit clear (im DOS CLS) gemacht. Nur gehts mit Strg+K eben flotter.

und 4.weil es grad passt weitere Tastenkürzel in der Terminal-Umgebung (Bash)

[Strg-T] vertauscht die beiden Zeichen vor und unter dem Cursor
[Alt-T] vertauscht die beiden vorangehenden Wörter in der Eingabezeile
[Tab] vervollständigt einen Befehl oder Dateinamen („Tab-Completion“)


Quellen: easylinux & Ubuntuusers

4 Comments

on “Webfundstücke – kleine Ubuntu/Linux-Helferlein für die Bash
4 Comments on “Webfundstücke – kleine Ubuntu/Linux-Helferlein für die Bash
  1. „1. die Tastenkombination STRG+R“
    Das kannst du noch einfacher haben, insbesondere, wenn du eh schon in der .bashrc rumfummelst:

    alias hist=’history | grep $1′

    stehts in meiner .bashrc. Damit rufe ich via „hist gesuchter_befehl“ den Befehl „history | grep meinwort“ auf. Den Alias kannst du natürlich benamsen,wie du möchtest, achte aber darauf, dass es den Befehl noch nicht gibt und der dann mit einem anderen Programm zusammenknallt. Nach Änderungen an der .bashrc tippst du noch „source .bashrc“ auf, dann wird die direkt eingelesen und du musst dich nicht neu einloggen.

    History Part2, wenn wir gerade dabei sind: Wenn du nur „history“ oder eben den obigen befehl eingibst, dann hast du vor den Zeilen Nummern stehen. Wenn du nun „!23“, Ausrufezeichen und eben die Nummer tippst und dann enterst, dann hast du den Behel da auch stehen.

  2. @Missi: Du kannst auch gerne noch ein ‚E‘ kaufen. 😉

    *kewl* funktioniert. Danke Missi! Ich hatte eben nur ewig Fummeleien, weil in deinem Kommentar die falschen Hochkommas enthalten sind. 😐 Bis ich dahinter gekommen bin…
    alias hist='history | grep $1'

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