tAXMAN rennt fährt – 06/2009 (120km – Berlin-Velothon)

Jupp, gestern war es soweit. Die Berliner sowie die im südlichen Umland wohnenden habes es anhand der großräumigen Absperrungen gemerkt, dass mal wieder ein Radrennen quer durch Berlin und das Umland veranstaltet wurde. 12.300 Fahrer starteten beim Skoda Velothon 2009 über 60 bzw. 120km. Wahnsinn, oder!?!? Sollte ich mit wenigen Worten ein Fazit ziehen, würde ich perfekt organisiert, windig, verdammt scheiße windig!!!!!!!!!!, schnell und geil sagen. :sagnix:

[singlepic id=311 w=160 h=120 float=left]Aber fangen wir von vorne an… Die klimatischen Bedingungen der letzten Tage vor dem Rennen war hier alles andere als sommerlich. Regen, Wolken und Wind bestimmten das Wetter. Als Stefan und ich gen Startblock rollten, klopften wir uns für die Mitnahme unserer Jacken auf die Schulter. Es wehte eine ziemlich frische Brise. Im Startblock F erwarteten wir das Startsignal sowie die Ankunft des Bloggerkollegen Mat. Dieser trudelte aufgrund der Straßensperrungen kurz vor Knopp ein und wurde über die Absperrung in unseren Startblock gehievt.   :-D

Dann gings auch schon los. Während der Sprecher plapperte, wie doll denn die Jungs aus den vorderen Startblocks wären, wie entspannt wir gucken würden, da es bei uns ja nur ums Dabeisein und Ankommen, sonst aber um nichts ginge, guckten einige Fahrer aus dem Block doch schon verärgert. Tickt der noch richtig? Auch wir wollten uns ja über 120km voll reinhängen. :evil:

Über eine verwinkelte Strecke ging es bei frischem Wind durch die Strassen von Berlin. Vor und nach Kurven wurden bereits einige Sturzopfer versorgt. Grund für Stefan und mich etwas Zurückhaltung zu üben. Kollege Mat war mal vor und mal hinter uns, fuhr mit uns im Grüppchen und verschwand dann wieder. Bei Kilometer 30 nahmen wir dir erste Möglichkeit zur Verpflegung wahr und füllten die Flaschen auf. Kurz darauf verlor Stefan an einer unebenen Stelle eine Trinkflasche, die mich fast zum Stürzen gebracht hätte. Gott sein Dank war genug Platz zum Ausweichen vorhanden. Als es dann aus Berlin hinausging schlug uns der Gegenwind noch heftiger entgegen. Trittpausen konnte man sich nicht erlauben, der Kontakt zum Hinterrad des Vordermannes musste um jeden Preis gehalten werden. Einmal abgerissen kostete die Aufholjagd in den Windschatten enorme Kraft. Stefan und ich schenkten uns nichts. Stefan fuhr vorneweg und ich gab mein Bestes um dran zu bleiben. Trotz der anstrengenden Kurbelei hatten wir ein Auge für die Zuschauer. Viele Anwohner der „abgeriegelten“ Berliner Vororte machten aus der Not eine Tugend. Statt zu meckern, feierten sie das Event und feuerten uns großartig an. Danke!

Die letzten Kilometer waren hart. Viele Fahrer um uns herum waren am Ende und sahen auch aus als hätten sie keine Lust mehr. :aehh: Auf den letzten 2 Kilometern holten wir noch einmal das Letzte aus uns heraus, versuchten einen Endspurt hinzulegen. Was bei Stefan ganz gut klappte, ging bei mir in die Hose. Die Beine waren fertig, ich bekam keinen Druck mehr in die Pedale. :kotz:

[singlepic id=312 w=160 h=120 float=right]Um 13:24 Uhr fuhr ich ’nen Tick nach Stefan durchs Ziel und hatte somit die 120km in 3:30:50h mit einem Schnitt von 34,15km/h absolviert. :8) Bloggerkollege mat rollte 6 Minuten früher durchs Ziel.
Alles in allem war es ein hartes Stück arbeit. Das teilweise wirklich tolle Publikum sowie die Leistungssteigerung zum Vorjahr belohnen jedoch für die Plackerei. Nach 5 Minuten Entspannung auf dem Rasen vor dem Reichstag gabs noch das obligatorische Finishergruppenfoto mit Mat und Stefan. Mat sprach noch eine gutgemeinte Einladung für einen 240km Radmarathon mit 3500 Höhenmetern :batsch: aus, die ich in Anbracht meiner müden Beine spontan ablehnte.

Am nächsten Wochenende gehts weiter mit einem Lauf und in 2 Wochen ist ja schon der Triathlon in Neuruppin. Langeweile werde ich also nicht beklagen. :oops:

Nachtrag: 56 bei Stürzen Verletzte wurden gemeldet. Auf dem Heimweg trafen wir noch einen Bekannten, der sich bei einem Sturz die Kuppe des linken Daumens abgerissen sowie diverse Prellungen geholt hatte. Das Carbonrad sieht auch nicht mehr so schick aus. *dreimalaufholzklopf* *toitoitoi* Ich bin ehrlich froh ohne Probleme uns Stürze in Ziel gekommen zu sein. Unsere zurückhaltende Fahrweise hat sich somit bezahlt gemacht. :greensmilie:

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