tAXMAN rennt fährt – 05/2011 (120km – Berlin-Velothon)

 

2011-05-22_08-59-49_998.jpgIch machs mal anders als sonst und nehme das Ergebnis vorweg. Ich bin begeistert, nein sogar schwer begeistert. Momentan schwimme ich noch auf der Welle der Begeisterung, die mir das Jedermann-Strassenrennen am gestrigen Tag in Berlin aufgezwungen hat. Perfekte Organisation, perfektes Wetter und mein körperlicher und seelischer Zustand kam ebenfalls der Perfektion nah. ;)

2011-05-22_07-48-25_201.jpgNachdem ich das erste „Berliner Saisonhighlight“, den Halbmarathon, mit Schande versenkt habe,wollte ich mit weniger „Erwartungen“ bei Velothon starten. Heil durchkommen, vor allem nicht stürzen, Spaß haben und mal schauen was geht… Mit von der Partie war dieses Mal mein Karlsruher Radtourist Mathias. Wir wollten das Ding gemeinsam schaukeln und auf jeden Fall auch gemeinsam finishen. So gings am Sonntagmorgen gemütlich mit der Regionalbahn nach Berlin.

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Auf dem Hauptbahnhof trafen wir dann auch gleich Vereinskollegen Ronny und 2 weitere Mitfahrer. Wir gaben in aller Ruhe unsere Kleiderbeutel ab und trudelten in aller Ruhe in unseren Startblock D. Ronny gab seine Taktik zum Besten. Die ersten 20 Kilometer hart drangehen, eine schnelle Gruppe finden und dranbleiben. Mathias und ich fanden das okay und beschlossen, Ronny zu folgen und die Taktik auch mal auszuprobieren. Gegen 9:45 Uhr fiel unser Startschuss. Gemütlich rollte das Feld durchs Brandenburger Tor. Mich überraschte, wieviel Platz auf der Straße war. Ich hatte das alles enger in Erinnerung. Während ich mich noch wunderte, düste Ronny bereits vorneweg. Immer am Rand am Feld vorbei. So überholten wir die erste Gruppe, die zweite, die dritte… :eek: 2011-05-22_09-19-03_593.jpg Doch irgendwie schien keine Gruppe Ronnys Vorstellung von „schnell“ zu entsprechen. Egal wir blieben dran. Als die ersten Starter aus dem Minuten vor uns gestarteten C-Block auftauchten, schien Ronny zufrieden und reite sich ein. Endlich mal Zeit zum Luft holen. Nun ging es durch den Grunewald, den Willi hoch und irgendwann aus der Stadt raus. Platz war eigentlich immer genug, lediglich an den Kreisverkehren wurde es bedrohlich langsam und auch eng. 2011-05-22_13-08-32_101.jpgBis dahin gabs aber keine Stürze. Ronny war ab Kilometer 40 verschwunden, Mathias und ich hechelten von einem Feld zum Nächsten. Irgendwo vor Ludwigsfelde fuhren wir in einer kleinen Gruppe, als die beiden vor uns fahrenden einfach so und aus dem Nichts mit ca. 40km stürzten. Es war eine echt knappe Geschichte und riesiges Glück, dass Mathias und ich den vor uns über den Asphalt rutschenden nach links und rechts ausweichen konnten. Mir ging danach ganz schön die Muffe. Bei Kilometer 77 gabs dann Verpflegung. Mathias war inzwischen trocken gefahren und brauchte dringend was zu trinken. Kurz halten war nicht, da die Mülltonne, an der wir die Räder parkten wegrollte und Mathias Rad stürzte und der Kettenumwerfer was abbekommen hatte. Nach ca. 7 Minuten waren wir dann wieder im Rennen und auf der B101 Richtung Berlin unterwegs. Leiter Rückwind und immer geradeaus – was will man mehr. Weit vorn lockte ein großes Feld, das es einzuholen galt. So machte ich mich klein und kurbelte los, Mathias immer hinten dran. Kurz vor Berlin hatten wir das Feld eingeholt, konnten kurz die Füße hochnehmen und ein Gel inhalieren. Weiter gings im Express durch Berlin und einmal rund um das Flugfeld des Flughafen Tempelhof. 2011-05-22_13-25-47_876.jpgDer dort wehende kräftige Gegenwind zeigte uns unsere Grenzen auf. Doch das auch nur kurz. Nach wenigen Minuten fuhren wir bereits wieder windgeschützt über den Columbiadamm Richtung Neukölln. Oberbaumbrücke, Strahlauer Allee, O2-Arena, Alexanderplatz – Sightseeing und Zeit für kurze Erläuterungen. Mathias, der während des Rennens außer Getränken nichts zu sich genommen hatte, zeigte erste Ermüdungserscheinungen, sodass ich warten und den Tritt ‚rausnehmen musste. Auf der Zielgeraden zeigte er mir dann aber doch noch einmal die Zähne und wäre mit fast davon gefahren. Irgendwie kam ich wieder ran, sodass wir Hand in Hand durch das Ziel rollen konnten.

2011-05-22_13-54-34_819.jpgDie Zeit – 3:15h ist für uns beide sensationell. Mathias führ 9 Minuten schneller als beim letzten Velo und ich konnte mich sogar um 15 Minuten verbessern. :8)

Ronny fuhr eine phänomenale Zeit von 3:01h, also fast mit einem 40-er Schnitt. Hut ab!

 

 

 

7 Comments

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7 Comments on “tAXMAN rennt fährt – 05/2011 (120km – Berlin-Velothon)
  1. Oh, einiges. Triathlon XL, Kallinchentriathlon, Neuruppintriathlon, diverse Läufe und was halt zeitlich und finanziell reinpasst. Aber alles ohne Druck und eben nur aus Spaß. Naja, soweit das möglich ist. 😉

  2. Das stimmt nicht ganz, einen Riegel hab ich mir dann doch rein getan, was aber trotzdem deutlich zu wenig war. Den Fehler hab ich schon mal bei nem MTB-Marathon gemacht, schande dass mir das ein zweites mal passiert ist… :arrrrg:

  3. Da seid ihr ja quasie an meiner Haustür kurz nach Berliner Einfahrt zurück zum Tempelhofer Flughafen vorbeigekommen. Ich habe auch zwei Stunden an der Strecke verbracht und natürlich alle Fahrer angefeuert 😮

  4. Ach du warst die wilde Winkerin! 😎 …und erinnere mich bloß nicht an den Flughafen Tempelhof. Der Gegenwind dort, konnte sich locker mit dem vom Airportrun vergleichen lassen. :heul:
    Vielleicht fährst du nächstes Jahr auch mal mit. Sind ja viel zu wenig Frauen dabei. Also streck dich! 😉

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