tAXMAN rennt – 08/2009 – 24. Neuruppiner Triathlon

smiley_emoticons_triathletWas kann es an einem Wochenende schöneres geben, als um 6:00 Uhr aufzustehen? Mir fällt nicht viel ein. Unmotiviert, unvorbereitet und ziemlich unausgeschlafen fuhr ich gestern nach Neuruppin, um beim dortigen Thriathlon über die olympische Distanz zu starten. Das konnte ja was werden… Geschwommen bin ich zu letzten Mal am 12. Juni und vor 2 Wochen saß ich beim Velothon das letzte Mal auf dem Rad. Was die Lauferei angeht, habe ich das letzte Wochenende noch in unguter Erinnerung. :| Erschwerend kam hinzu, dass ich in meiner linken Schulter seit 2 Wochen Schmerzen haben und nur eingeschränkt beweglich bin. Dank Ibo sind die Schmerzen halbwegs erträglich.  :redsmile: Immerhin fühlte ich mich sonst ganz gut, da ich mir und vor allem der Schulter zum ersten Mal eine fast  komplett trainingsfreie Woche (Ausnahme eine Laufeinheit am Montag) gegönnt hatte. Neuruppin verhieß also spannend zu werden. :furz:

Gegen 9:30 Uhr trudelten Vereinskameradin Ursula und ich im Jahnbad Neuruppin ein. Die Startunterlagen gab es schnell und unkompliziert. Die Wechselzone befand sich an der Stelle, an der sonst die Fahrräder der Badebesucher geparkt werden. Viel Platz war da nicht. Dann hatte auch der erste, der in der Wechselzone agierenden Kampfrichter seinen Auftritt. Ein Athlet wurde mit der gelben Karte verwarnt, weil er mit seinem Kind die Zone betreten wollte – 1 1/2 Stunden vor Wettkampfbeginn wohlgemerkt! Hier wurde also mit scharfer Munition geschossen… :eek:
Pünktlich um 11:00 Uhr fiel der Startschuss. Bei angenehmen 24°C Wassertemperatur wurden 2 Runden a 750m eines Dreieckskurses geschwommen. Das Schwimmen fiel mir relativ leicht, die ledierte Schulter machte keine Faxen und nach 29 Minuten war ich wieder am Ufer und auf dem Weg zu meinem Fahrrad. Radschuhe an, Helm auf, Startnummer um den Bauch, Gel eingesaugt und los gings…
Die Radstrecke führte über eine nicht abgesperrte Bundesstraße. Zwei Kreisverkehre wurden für uns geregelt, der Rest der Strecke war teilweise chaotisch. Vor mir fahrende Fahrer, die langsamer als ich waren verursachten einen Autorückstau, der wiederum mich behinderte, da die Fahrzeuge strikt rechts fuhren und ich nicht vorbei kam. Die zahlreichen Anstiege kosteten mich einiges an Kraft – Radbergsteiger werde ich wohl nicht mehr werden. Nach 1:14h waren die 40km abgehakt. Mit der Radleistung, einem 33-er Schnitt, war ich ganz zufrieden, zumal ich mich unmittelbar nach dem Absteigen weder schlapp noch sonst irgendwie schlecht fühlte.
Auf dem Weg zu meinem Wechselplatz öffnete ich beim Schieben (!!!) des Rades innerhalb der Wechselzone meinen Helmverschluss und wurde prompt mit einer gelben Karte verwarnt. Ärgerlich! Mit dem Glück wars vorbei. [singlepic id=314 w=320 h=240 float=left] Beim Wechsel der Schuhe war eigentlich geplant, Socken anzuziehen. Ich habe noch blutig in Erinnerung, was letztes Jahr beim Laufen ohne Socken abging. Als ich die Socke aus dem linken Schuh griff grinste mich ein rotes R – rechte Socke – an. Mist! Rechter Schuh? Das Gleiche! :batsch: Verdammt! Mit zwei rechten Socken zu laufen schien mir riskant, da die Socken der Fußform angepasst sind. Musste ich wohl ohne los… :heul:
Die Laufstrecke führte auf zum Teil sehr schmalen Wegen 2,5km durch den Wald (was bei 31°C angenehm war) und musste 2 Mal hin- und zurückgelaufen werden. Die ersten 5km waren die Hölle. Ich war ziemlich hinüber, hatte wohl auf dem Rad zuviel getrunken :kotz: und natürlich rieben die Schuhe  bzw. der Dreck den ich mit angezogen hatte bereits unterhalb der Knöchel, auf den Zehen und unter dem großen Zeh. Teilweise waren die Stellen schon offen, was in Kombination mit dem reichlich fließenden Schweiß sehr schmerzhaft war. Aber da musste ich jetzt wohl durch. Mit einigen Gehpausen überstand ich die erste Runde. Die zweite 5km-Runde gestaltete sich besser. Viel besser! Lockerheit und Kraft  waren wieder da, auch wenn ich nicht wusste woher sie kamen. [singlepic id=315 w=320 h=240 float=right]Die wunden Stellen interessierten mich jetzt nicht mehr. Nach ~50 Minuten und einer Gesamtzeit von 2:36 Stunden war ich im Ziel. Natürlich funktionierte jetzt mein Zeitmesstransponder nicht mehr. Mir war das egal, den Verantwortlichen hingegen nicht. So wurde ich zum Ziel zurückgeholt und konnte nach mehrmaligen Probieren mein Finish mittels Transpondererfassung dokumentieren.
Alles in allem war die Veranstaltung ein Erfolg. Wenn ich das Wechseltraining (Wechsel von Rad zu Laufen) in mein Training aufnehme, werde ich den nächsten Triathlon (vorauss. Kallinchen Ende August) ohne Schwierigkeiten und in einer besseren Zeit absolvieren. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.

Zahlenkrams: 24. Neuruppiner Triathlon

1,5km / 40km / 10km

00:30:18 / 1:14:44 / 00:51:34

Gesamt: 2:36:36 h :greensmilie:

Platzierung: AK TM40 Platz 33 :aehh:

6 Comments

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  1. @Dirk: Abgesoffen wär ich auch fast. Nach dem Start ist das Wasser um uns herum wie im Piranhabecken. Ich habe schätzungsweise 2 Liter Wasser eingesaugt und eingeatmet. Von den Tritten und Buffen rede ich jetzt mal nicht… 😛
    @Mat: Keine Ahnung wovon du redest… 😎 Nee im Ernst, jetzt ist bis August Wettkampfruhe. Dann gibts noch einen Triathlon und einige Läufe. Da ist denn aber auch der 18km Crosslauf das Schlimmste. Aber jetzt steht erst einmal Erholung und entspanntes Training auf dem Programm. Der Stress mit Velo, Lauf und Tri hat schon Kraft gekostet.

  2. Komm schon! Sicher macht es nicht wirklich Spaß sich zu quälen… Aber danach, wenn man es geschafft, die Schmerzen und den Schweinehund besiegt hat… Das ist schon toll. Und irgendwie brauch ich das.
    PS: Aus heutiger Sicht war das gestern gar nicht so schlimm. Nur hättest du mich während der Lauferei nicht danach fragen dürfen. 😎

    Also gib 😎 dir ’nen Ruck, setz dir ein Ziel und quäl dich! Männer in unserem Alter brauchen das! :arrrrg: :batsch:

  3. Es gibt sicher so einiges, was Männer unseres Alters brauchen. :8)

    Diese Quälerei ist mir zu heikel. Ich setzte mir Zeile, die ich auch erreichen kann. Die Strecken und die Belastungen fordern mir schlicht zuviel Respekt ab, das wird nichts wenn ich daran versuche, ich kenne mich. Ich bin froh und glücklich wenn ich die 5 oder 10km sauber über die Bühne bekomme und nicht mehr als ca.7min/km habe. Wenn ich mir alleine nur die 42Km vorstelle, wird mir schlecht. 🙂

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