tAXMAN rennt – 07/2011 (Berlin Triathlon XL 1,9-90-21)

Den sportlichen Höhepunkt diesen Jahres wollte ich dieses Mal ganz locker angehen. Während ich mich im letzten Jahr noch ziemlich verrückt gemacht und damit meine Umwelt genervt habe, konnte ich dank gutem Trainingspolster auch in der Nacht vor dem Wettkampf beruhigt schlafen. Das Radtraining umfasste das doppelte Pensum des letzten Jahres, läuferisch war auch gings auch zügig voran und schwimmen konnte ich im Urlaub genug. Es gab also keinen Grund sich Sorgen zu machen.

Bereits am Samstag konnte ich meine Startunterlagen abholen sowie die Wechselzone und einen Teil der Radstrecke begutachten. Frohen Mutes fuhr ich dann am Sonntagmorgen in Begleitung von Frau tAXMAN zum Hotel Müggelsee und richtete mich in aller Seelenruhe in der Wechselzone ein und hatte reichlich Zeit mit den zahlreichen Bekannten aus Fitnessstudio und Verein Schwätzchen zu halten. Gegen 10:00 Uhr begab ich mich ins eben nicht kuschelig warme Müggelseewasser und durfte mich wassertretend 10 Minuten warm machen. Irgendwann gings denn los und die Meute von ~300 Startern auf der Mitteldistanz machte sich wie hungrige Haifische auf den Kurs. Nach 950m – der ersten Runde – war auch mir endlich warm. Über eine „Hühnerleiter“ gings auf den Bootsanlegesteg aus dem Wasser, über den Steg ans Ufer und gleich wieder rein ins Wasser für die zweite Runde. Nach ~42 Minuten kam ich mit der 229-ten Schwimmzeit in die Wechselzone. :| Der Wechsel ging für meine Verhältnisse flott von statten. Die Radstrecke war die Achillesferse dieses Wettkampfs. Nach mehreren Änderungen der eigentlichen Radstrecke, die ja in 3 Runden um den Müggelsee herumführen sollte, mussten wir jetzt zwischen 2 Punkten hinundher pendeln. Da die Strecke nicht komplett gesperrt war, machte insbesondere in der ersten Runde große Probleme. ~ 600 Radfahrer und zig Ausflügler mit Auto auf einem 20km-Rundkurs harmonieren eben nicht. Auch die vor mir auf die Radstrecke gestarteten Kurzdistanzler mit Touren- und Mountenbike komplizierten die Sache ein wenig, da sie von den Autos nicht überholt wurden und somit ein doch deutlich langsamer fahrendes Hindernis darstellten. Die kurzen Sprints und Überholmanöver halfen eben nicht meinen Rhytmus zu finden und kosteten auch einiges an Kraft. Ab der zweiten Runde beruhigte sich das jedoch etwas. Dafür musste ich festellen, dass die Radstrecke wohl ca. 10km kürzer war als festgelegt. So rollte ich nach 80km / 2:24h mit der 128-ten Radzeit wieder in die Wechelzone.

Jetzt sollte es knackig werden. Bis zum Radfahren ist auch im letzten Jahr alles gut gegangen. Locker gings auf den 4 mal zu belaufenden Rundkurs mit 5,2km Länge. In Runde 1 war ich noch ein wenig durch den Wind und versuchte die Beine locker zu bekommen. Erste Anzeichen von Krämpfen blitzten durch die linke Wade und den rechten Oberschenkel. Irgendwie schaffte ich es, die Beine so aufzusetzen, dass die Muskeln nicht verkrampften. Erst ab Runde 3 musste ich Pausen einlegen um die Wade zu dehnen um auch hockend die Oberschenkelmuskulatur zu entspannen. Im Vergleich zum letzten Jahr waren die Krämpfe dieses Mal Kinderkram. Vielleicht haben die vorsorglich während das Radfahrens eingenommenen Salztabletten ja doch etwas bewirkt. Jedenfalls blieb ich mit der Laufzeit zwar deutlich über meinen Möglichkeit,  aber eben doch innerhalb des von mir geplanten  Rahmens. 1:59h (186-te Laufzeit) ist eben auch unter 2 Stunden. :razz:

Nach 05:06:38h (Platz 176)  kam ich bester Laune und grinsend ins Ziel. 50 Minuten schneller als im letzten Jahr und somit auch deutlich zufrieden. Okay, die Radstrecke war 10km kürzer und eben auch flacher, aber selbst wenn ich hierfür ~20 Minuten aufschlage, bleibt das Ergebnis deutlich. :cool:

Und da Steffen bereits auf der Vereinsseite ordentlich Dampf über die teilweise unglückliche Organisation abgelassen hat, habe ich das alles weggelassen. Wer’s lesen mag, darf sich gerne dahinklicken. :sagnix:

4 Comments

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4 Comments on “tAXMAN rennt – 07/2011 (Berlin Triathlon XL 1,9-90-21)
  1. Wie es aussieht nimmst Du das ja mit Humor, ich selbst hätte wohl spätestens bei der ersten Radrunde das rennen verlassen, die Startnummer um einen riesigen Katus gewickelt und einem Vertreter des Veranstalters dorthin geschoben, wo es richtig dunkel ist. :greensmilie:

    Eine Sportveranstaltung über ungesperrte Verkehrsflächen zu führen, Verkehrsflächen die erfahrungsgemäß zur Zeit des Rennens besonders stark frequentiert sind. Das ist nicht leichtsinnig, das ist grob fahrlässig.

  2. So humorig habe ich es gar nicht genommen. Nur ist inzwischen Donnerstag und ich habe mich bereits in den einschlägigen Triathlonforen und Gesprächen ausgekotzt. Der Frust ist ersteinmal verschwunden und die Freude die das Finishen mit sich bringt bleibt. Von daher gebe ich dir Recht und hoffe auf zukünftig besser organisierte Veranstaltungen. 😉

  3. Ich war auch dabei. Mein erster Thriatlon mit 57 Jahren. In 4.59 (komme vom Laufen). Das Radfahren war wirklich eine Katastrophe und eine Mutprobe. Ich war froh heil auf die Laufstrecke gekommen zu sein.

    • Hut ab! Eine stolze Zeit fürs erste Mal.

      Ich schwächel immer etwas beim Laufen, da ich Krämpfe bekomme. Aber des Rätsels Lösung heisst Koppeltraining. Nächstes Jahr greife ich wieder an!

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