tAXMAN rennt 03/2014 – Schorfheide Cross-Triathlon 15.06.2014

20140616-130258-46978299.jpgSchorfheide – der Name hätte mich warnen sollen. Auch Olafs Worte im Bericht vom letzten Jahr:

Muss ich mir auch nicht wieder antun, obwohl dass ein schöner Wettkampf ist.

Antun? Wieso antun? Sah auf den Bildern doch toll aus. Olaf, ja Olaf – hartnäckig, nicht schreibfaul, immer wieder den dritten Mann erbittend… Warum fährt der nicht selbst? Egal! Eben noch Wettkampfabstinenz geschworen, springe ich eben mal als dritter Mann ein. Notnagel, Aushilfe… Mit meinem neuen Crosser sollte das schon klappen, ist doch ein Crosstriathlon. Der Crosser war es denn auch, der vor allem für Aufmerksamkeit sorgte. Vor dem Start eben „ob man damit überhaupt starten dürfte“, „dass das damit ziemlich schwierig werden würde“, „die Wurzeln, hahaha, viel Spaß mit den Wurzeln!“ und überhaupt, weil ich keinen weiteren gesehen habe. Das gab mir dann schon zu denken. Nach dem Start dann… 🙄  Dazu später.

Im Startbereich traf ich Daniel, Norbert und Dirk. Wir richteten uns in der Wechselzone ein, fachsimpelten und schossen ein paar „Vorherfotos“. Den Schwimmstart gabs mit etwas Verspätung und ab gings für 750 entspannte Meter durch das 21°C warme Wasser. Das lief trotz fehlendem Schwimmtraining ganz gut und ich kam mit Daniel fast zeitgleich in der Wechselzone an.
Mehr oder minder flott gewechselt, rauf aufs Rad, über den Weg neben dem Schwimmbad und ab in den Wald. Hoch und runter, links, rechts – es fällt mir echt schwer das wiederzugeben, was uns da an Strecke erwartete. Nur soviel, normalerweise wäre ich da nicht gefahren, aber irgendwo hatte ich gestern einen Aussetzer.
Der Crosser kam denn auch bald an seine Grenzen und ich an die meinen. In Runde 1 gabs die erste offene Blase am Zeigefinder der rechten Hand, Handschuhe wären also prima gewesen. Einmal schieben und eine wirklich schnelle, schlammige Passage hinunter. Die hat Sturzpotential, dachte ich mir.   😐
Runde 2 ließ ich ruhiger und kräfteschonender angehen. Inzwischen „kannte“ ich ja die Strecke und wusste, wo es brenzlig werden konnte. Schlammpassage mit Schmackes durch und zack lag ich im Dreck. Während ich mich in der Pampe rekelte, donnerten die Cracks etwas oberhalb am schlammigen Abschnitt vorbei. Aufstehen, Lenker richten, Stelle merken und weiter. Wenig später konnte ich Runde 2 auch gedanklich abhaken.

In Runde 3 wurde ich weiter nach hinten durchgereicht. Während der Rest des Feldes mit kleinem Kranz nach oben semmelte, versuchte ich mich an den Anstiegen im Wiegetritt hochzuquälen. Oft fehlte dann hinten der Grip, sodass ich ins Leere trat. Crosserpech halt. An der Schlammpassage machte ich es dieses Mal den Cracks nach und umfuhr etwas oberhalb die inzwischen wirklich wüste Schlammkuhle. Innerlich jubilierend diesen Abschnitt absolviert zu haben beschleunigte ich auf dem Weg in die reguläre Spur und landete mit dem Vorderrad an einem Stein oder einer Wurzel und schoss einen wirklich ordentlichen Salto. Cut am Daumen und Schienenbein, Schürfungen an Rücken und Schulter bis zur Hüfte und ein geprelltes Schultergelenk, dass zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht schmerzte. Das Rad fiel mir auf den Kopf – danke für die Helmpflicht. Ich hatte die Nase voll und das nicht nur mit Dreck. Schluss! Jetzt! Hier! Sofort! Kurzes Nachdenken, nachdem ich meine Knochen und das Rad sortiert hatte. Mitten im Wald, ohne Helfer, hälftige Runde… Ich musste wohl wieder aufsteigen. Noch vorsichtiger rollte ich die Runde zu ende. Da der Schreck überstanden war, lief ich nun doch noch die 7km und kam nach kurzer Warmlaufphase auch ganz gut durch, konnte in der zweiten Runde auch noch „ordentlich“ überholen.

Zu den Ergebnissen und Zeiten kann ich im Moment noch nichts konkretes berichten, da die Listen noch nicht online sind. Ich bin 9. in der AK M45 geworden und habe bestimmt ’nen halben oder viertel Punkt für die Wertung gebracht. 😳 Notnagel eben.
Daniel belegte den ersten Platz in der M40, Dirk war noch auf der Laufstrecke unterwegs, Norbert heile und auch deutlich vor mir im Ziel.

Schorfheide-Tri hat sicherlich seinen Reiz. Wasser prima, Radstrecke „spannend“, Laufen schön. Aber und da schließe ich jetzt einfach mal mit Olafs Worten:

Ich kann es einfach nicht und das Risiko, dass ich mich verletzte ist zu groß. 

Recht hat er, auch wenn die Erkenntnis für mich zu spät kommt.

Fotos demnächst!

4 Comments

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4 Comments on “tAXMAN rennt 03/2014 – Schorfheide Cross-Triathlon 15.06.2014
  1. Nuja, stürzen ist halt immer Mist. Aber das liegt ja an meinen Fahrkünsten. Alles in allem habe ich ja Glück gehabt. Auf der Strasse wäre das nicht so glimpflich abgelaufen. Allerdings sind dort auch deutlich seltener Wurzeln. 😛

  2. Der Tria wird dir aber mehr im Gedächtnis bleiben wir manch anderer. Ich hatte auch schon schwache Momente (z.B. in Berlin 😉 und man hat sich doch noch durchgebissen. Das rockt doch auch!

  3. Deine schwachen Momente waren beim Verpflegung zusammenstellen, als das Rad am Container umkippte und im Ziel. Das war in der Tat auch für mich unvergesslich.
    Trinkflasche vergessen… Tsss…

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