tAXMAN rennt 02/2014 – Rennsteiglauf – Marathon (43,5km)

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Ibu600-Tabletten und/oder Bratwurst und/oder Bärlauchpesto und/oder die Aufregung bescherten mir am Freitag Abend, in der Nacht und am Morgen einen sehr unaufgeräumten und brodelnden Verdauungstrakt. Flüssigkeit und Mineralien waren definitiv draußen, sodass ich mich innerlich schon auf einige Schwierigkeiten einstellte. Zu Beginn lief es prima, und ich bis Kilometer 16 um die 5 Min./km. Dann spürte ich bald die Folgen des Durchfalls, die ersten Anzeichen von Krämpfen. So früh gabs das bei einem Lauf wohl noch nicht. Krämpfe, Brodeln im Bauch, ich wartete auf die Schmerzen in der Hüfte, dich mich die letzten Wochen im Training begleiteten. Die kamen nicht. Schade dachte ich, denn dann hätte ich aussteigen können. So reichte mir das als Begründung noch nicht. Weiterlaufen! Wenigstens den Halbmarathon. Die Zeitmessung kam, aber auch nur die. Keine Helfer, kein Fahrzeug. Weiterlaufen! Versorgung mitnehmen, erste Krämpfe. Berg hoch in den Waden, Berg ab im Oberschenkel. Okay, noch bis 30! Dort angekommen waren die Schenkel wie zubetoniert. Ich musste jetzt öfter mal raus um die Waden zu dehnen. Immerhin war das Grummeln im Bauch weg. Ich hatte wohl alles ausgeschwitzt. Um den Kilometer 32 eine weitere Versorgung. Wasser, Tee, kurz hinhocken… Irgendwer motivierte mich, bis zur nächsten Versorgung zu laufen. Dort gäbe es Köstritzer… Als ob ich das bräuchte… Und weiter gings. Laufen, dehnen, gehen, laufen… Deja vu vom letzten Jahr, das Abstempeln der Startnummer wurde angepriesen. Ich versuchte mich am Köstritzer und irgendwie schien das tatsächlich zu helfen. Ich nahm die letzten 5km in Angriff und kam sogar ordentlich voran. Natürlich will man sich am letzten Buckel vorm Ziel nicht die Blöße geben. So locker wie möglich lief ich gen Ziel – jetzt bloß keinen Krampf mehr bekommen. Nach 4:21:59h war das Drama beendet. 6 Minuten schneller und zig mal kaputter als im Vorjahr.

So oft wie dieses Mal habe ich wohl noch nie ans aufgeben gedacht. Ich war um so glücklicher, trotz aller Widrigkeiten vor und während des Laufs gefinished zu haben.

Was habe ich daraus gelernt? Einen Marathon läuft man nicht nur mit dem Beinen. Ein Großteil des Laufs wird im Kopf absolviert. Nächstes Jahr gehts wieder dort hin. Die 4 Stunden würde ich gerne knacken, oder mich zumindest noch mehr annähern.

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