In Berlin streiken die Mitarbeiter der BVG…
und die BVG und “Berlin” stört es nicht. Der so oft gescholtene Finanzsenator Sarazin äußerte sich in der BZ dazu wie folgt:
Die BVG kostet das nichts. Wir haben keine Lohn- und keine Stromkosten. Verdi streikt nicht gegen die BVG, sondern gegen die Bürger.
Irgendwie hat er ja Recht.
Das defizitäre Unternehmen der Berliner Verkehrsbetriebe wird zu einem Großteil durch Mittel der Stadt Berlin getragen. Wird gestreikt, fallen keine Lohnkosten an, Kraftstoff und Strom werden nicht verbraucht. Weniger Verbrauch bedeutet weniger Kosten und weniger Kosten bedeuten eine geringes Defizit. Den Haushalt der Stadt und den Finanzsenator wirds also freuen. Auf wen wird mit diesem Streik nun Druck ausgeübt? Auf die Verantwortlichen wohl kaum. Die klatschen angesichts der Einsparungen durch den Streik in die Hände, empfehlen vielleicht noch den Streik noch auszudehnen und zu verlängern. ![]()
Leidtragende sind wie schon beim Bahnstreik die Berliner und die Brandenburger Pendler, denn denen werden zusätzlich zu den Kosten für Monats- und Jahreskarten nun auch die Kosten für die individuelle Anreise mit dem PKW übergeholfen.
Irgendwie scheint sich die Berliner jedoch langsam an die Streiks des einen oder anderen Verkehrsunternehmens gewöhnt zu haben. Zumindest auf meinem Weg zur Arbeit gab es heute früh keinerlei Einschränkungen, Behinderungen oder Staus. Zwar herrschte an allen Haltestellen und Bahnhöfen gähnende Leere, die erwartete Fülle auf den Straßen blieb jedoch aus.
Mal schauen, wie es dann heute Nachmittag auf dem Heimweg aussieht. Freitag Nachmittag ist der Verkehr ja immer ziemlich dicke. ![]()






2 Meinungen zu “In Berlin streiken die Mitarbeiter der BVG…”
Von Lumbert
am 1. Februar 2008 um 22:05 | Kommentieren
Die S-Bahnen waren deutlich besetzter als sonst, aber leider ohne jegliche blogbare Erlebnisse. Naja, jedenfalls solange nicht bis man Geruch bloggen kann.
Von tAXMAN
am 3. Februar 2008 um 15:14 | Kommentieren
… was ich jetzt nicht wirklich tragisch finde.