Wer sparen will muss leiden…
Dienstag, Dezember 21st, 2010 |Geiz ist ja bekanntlich ziemlich geil und sparen liegt im Trend. Möglichkeiten zum richtig dollen Sparen gibt es überall. Beim Tanken, beim Internet, beim Gas und natürlich auch beim Strom. Zuletzt wurde ich im März diesen Jahres bei stern-tv zum Stromanbieterwechsel animiert. Da geht was, das sparen. Über Verivox suchte ich einen günstigen Stromanbieter und meinte ihn in der Firma envacom gefunden zu haben. Günstig, ökologisch, günstig und dann auch noch mit Bonus. Das machen wir!
Den Wechsel leitete ich noch flott über verivox ein. Ab da begann das große Warten…
In der Folge erhielt ich am 4., 14, 24. April sowie am 4 Mai eine Mail mit der Mitteilung:
…vielen Dank für Ihren Auftrag für envacom ENERGY. Wir haben den Wechselprozess bereits eingeleitet.
Ab dann war Ruhe. Versuche die Servicehotline zu kontaktieren wurden nach nur wenigen Minuten mit dem Rauswurf aus der Telefonleitung geahndet, auf Mails wurde gar nicht reagiert.
Anfang November wurde ich langsam nervös. Noch immer gabs keine Mitteilung über den Vollzug des Wechsels. Ich startete daher weitere Versuche -zuerst telefonisch, dann per Mail- den Stand der Wechsels in Erfahrung zu bringen und widerrief vorsichtshalber auch gleich meine Einzugsermächtigung.
… bereit im März diesen Jahres veranlasste ich über Verivox den Wechsel zu Ihnen. Neben einer Willkommens-Mail im März erhielt ich noch 4 Mails 4./14./24.April und 4 Mai mit der Mitteilung, dass der Wechselprozess eingeleitet sei und sich der Auftrag in Bearbeitung befinde. Seitdem habe ich von Ihnen nichts mehr gehört. Jegliche Versuche, sie per Mail oder telefonisch zu erreichen, scheiterten.
Ich fordere Sie daher auf, mir mitzuteilen, ob das Vertragsverhältnis zustande gekommen ist, wie hoch die Abschlagszahlungen sind und wann die Laufzeit des Vertrages begann. Vorsorglich widerrufe meine Einzugsermächtigung für die bei Vertragsabschluss hinterlegte Bankverbindung bei der B*** S***.Ich hoffe, dass Sie sich nunmehr mit uns in Verbindung setzen.
Und siehe da, es regte sich etwas…
Der Wechsel sei doch zum 1 Mai über die Bühne gegangen und die Abschläge für die Monate Mai bis November seien sofort fällig. Rummsdibumms sollte ich 754,-€ berappen. Klar, stehen denen ja auch zu. Allerdings zahlt man ja Abschläge um eben nicht auf einmal platt gemacht zu werden. Ich fragte also höflich nach und man entsprach großzügigst meiner Bitte, die 754,-€ auf 3 Monate aufteilen zu dürfen. Gewissenhaft wie ich bin, überwies ich im November und Dezember je 254,-€. Als ich dann meine Auszüge studierte stellte ich zu meinem Erstaunen fest, dass envacom fleißig weiter abbuchte. ABSCHLAG 12.2010 – 95,-€. ![]()
Nur wenige Zeilen weiter oben ABSCHLAG 05.2010 & ABSCHLAG 06.2010.
Gehts noch? Das hatte ich doch bereits im November überwiesen. Und wieso wird der Widerruf meiner Einzugsermächtigung ignoriert? Anrufen! Sofort!
Nach einer Stunde hab ich genervt aufgegeben, schrieb am Samstag (11.12.) also eine weitere Mail:
Sehr geehrte Damen und Herren,
langsam reicht es. Dass Sie nie erreichbar sind und auf Emails nicht oder nur verzögert reagieren, habe ich inzwischen als normal hingenommen. Um dies jedoch zu toppen, ignorieren Sie Absprachen und den Widerruf meiner Einzugsermächtigung für mein Konto bei B*** S***, indem Sie nun zum dritten Mal ohne meine Zustimmung und trotz Widerruf Beträge über 95,-€ eingezogen haben. Auch darüber hätte ich hinwegsehen können, wenn Sie die Beträge nicht als Abschlag für die Monate Mai & Juni 2010 deklariert hätten. Was stimmt bei Ihnen nicht. Können Sie nicht lesen, haben Sie Probleme Gelesenes zu verstehen?
Um es noch einmal klarzustellen, dass die Abschläge nicht rechtzeitig abgebucht wurden ist nicht mein Versäumnis. Ich habe mein Möglichstes getan, um mit Ihnen in Kontakt zu treten und mein Geld an den Mann zu bringen. Nach nur einem halben Jahr ist es mir endlich gelungen die Mauer, die Sie um Mitarbeiter gebaut haben, zu durchdringen und Informationen über den Stand meines Anbieterwechsels zu erlangen.
Freundlicher Weise haben SIE haben mir das Angebot einer Ratenzahlung der bis dahin aufgelaufenen Abschläge mit 3 Raten von je 254,-€ unterbreitet. ICH habe am 16.11.2010 und 9.12.2010 je 254,- € überwiesen, habe mich somit an die Vereinbarung gehalten. Im Januar 2011 wäre also die letzte Rate fällig.
Ich werde jede von Ihnen getätigte Lastschrift zurückbuchen lassen. Ich bitte Sie um Mitteilung, ob ein vor der Einjahresfrist liegender Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich ist. Für Kommunikation und fähige Mitarbeiter bin ich bereit, 1 oder 2 Euro mehr zu bezahlen. Geiz ist geil, aber sicher nicht alles!Mit nicht mehr ganz so freundlichen Grüßen
Thomas Behrendt
Doch die psychologisch gut geschulten envacom-Mitarbeiter reagierten perfekt, um mir den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem sie gar nicht reagierten. Auch diese Mail lief ins Leere.
Keine Antwort, außer der automatischen Eingangsbestätigung meiner Mail. Heute holte envacom dann zum nächsten Schlag aus. ABSCHLAG 07.2010 & ABSCHLAG 08.2010, die eben auch schon bezahlt sind, wurden abgebucht. Okay, 2 Mausklicks und ein nicht mehr ganz so müdes Lächeln später, hatte ich die Kohle per Lastschriftrückgabe wieder. Ich bin kurz vorm platzen! ![]()
Was stimmt da nicht? Sind die Jungs und Mädels von envacom überfordert, einfach nur dreist oder eben doch zu dumm?
Neben Strom und Gas bieten die Telefon- und Internetdienstleistungen an. Kommunikation sollte somit kein Fremdwort sein.
Wider Erwarten erreichte ich heute zum ersten Mal eine Mitarbeiterin der “Servicehotline”. Natürlich war vom Widerruf der Einzugsermächtigung nichts vermerkt und auf meine Emails der Zugriff nicht möglich. Keiner weiß was und keiner macht was. Warum ich mich denn so hätte, wo doch mein Konto bereits seit den ersten Lastschriftrückgaben Anfang Dezember auf Überweiser umgestellt sei. Da wird nichts mehr abgebucht und die 4-te und 5-te Abbuchung müsste ich mir eingebildet haben. Klar doch, der Kontoauszug lügt!
Die edis ist Schuld, dass der Wechsel so ewig dauerte und ich am Rest, weil ich mich immer so schwammig ausdrückte.
Fakt ist, dass in den nächsten Tagen die Kündigung rausgeht. Ich wechsle zurück zu meinem Grundversorger. Der ist vielleicht ‘nen Tick teurer, dafür aber nachweislich immer erreichbar – im Zweifel sogar durch einen Besuch in der Niederlassung.
Im Ernst, vor einem Wechsel zu envacom kann ich nur ernsthaft abraten.
So und jetzt lese ich noch einmal die Versprechungen und gehe anschließend zum Lachen in den Keller:
envacom Qualitätskriterien
Die envacom Service GmbH bietet neben äußerst günstigen und cleveren Produkten und Services auch einige wichtige Qualitätskriterien: kostenfreie Servicehotline aus dem deutschen Festnetz, kompetenter E-Mail-Service innerhalb von 48 Stunden und schnelle Auftragsbearbeitung. Denn Service und Qualität stehen bei envacom an der ersten Stelle.






