Archiv für die ‘Triathlon’ Kategorie
Mittwoch, September 1st, 2010 |
Vor nunmehr fast 2 Wochen war es soweit. Der Saisonhöhepunkt in Form des Berlin Man stand auf dem Programm und soll hier nun blogtechnisch abschließend abgearbeitet werden.
Eine Woche vor dem Wettkampf steigerte sich mein Lampenfieber auf den Höhepunkt und ließ mich nachts kaum noch schlafen. Der Urlaub in Italien war irgendwie viel zu erholend und schien damit auch irgendwie alles andere als die optimale Vorbereitung für meine erste Mitteldistanz gewesen zu sein. Mein subjektives Formempfinden beflügelte mich nicht besonders. Die Probefahrt auf der Wettkampfstrecke gab mir auch noch mal einen Dämpfer, denn nach knapp 100km im doch “bergigen” Berlin, sah ich meine Felle davonschwimmen. Die Devise für den Wettkampftag lautete also heil durchzukommen und das Minimalziel hieß Finish unter 6 Stunden.
Am Sonntagmorgen hieß es gegen 4:30 Uhr aufstehen um um kurz nach 6 die Wechselzone am Berliner Wannsee zu betreten. Meine inzwischen schon schmerzhafte und Übelkeit mitbringende Aufregung legte sich langsam. Nach dem Einrichten meines Platzes in der Wechselzone blieb genug Zeit, den ein oder anderen alten Bekannten zu begrüßen und die letzten Tipps für den kommenden Wettkampf entgegen zu nehmen.
Um 8:10 Uhr fiel der Startschuss für die zweite Welle, in der auch ich mich befand. Schwimmender Start im nach grasgrünen, von undefinierbaren grünen Schwebeteilchen durchsetzten und “nach Scheiße und Diesel schmeckenden” Wannsee. Es galt 2,2km in Form einen Rundkurses zu schwimmen. Das Wasser war nicht so blau und auch nicht so salzig wie das Mittelmeer, trug mich aber prima. Trotz Brustschwimmen blieb ich mit einigen Kraulern auf gleicher Höhe und kam relativ entspannt nach ~ 48 Minuten ins Schwimmziel. Super, 10 Minuten gutgemacht – der Tag begann gut.
Den Wechsel zum Rad ließ ich gewohnt gemächlich angehen. Abtrocknen, Füße gründlich vom Sand befreien, Trinken, Helm, Radschuhe, Brille, Startnummer… Los! Auf der Radstrecke versuchte ich meine Kräfte gut einzuteilen. Dank Probefahrt vor einigen Tagen wusste ich, wann die doch heftigen Anstiege kamen und wo Zeit und Gelegenheit für Riegel und Gel waren. 90km waren in 4 Runden auf einem Rundkurs zu absolvieren. 4 Mal musste ich also am Grundwaldturm hochkraxeln und 4 Mal die Kopfsteinpflasterpassage passieren. Der Anstieg bereitete denn auch weniger Probleme als das Pflaster. Mit knapp 35 Sachen schepperte ich jedes Mal über das grobe Pflaster. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. In Runde 3 verlor ich die erste Trinkflasche und in Runde 4 den kompletten, (vormals) am Sattel befestigten Trinkflaschenhalter incl. Flaschen. :ditsch: Ein teurer Spaß, der mich jedoch nicht wirklich ärgerte, da ich froh war den Abgang des Anbaus ohne Sturz überstanden zu haben.
Nach ~ 2:50h (Fahrzeit) (2:56h incl. der Wechsel) hatte ich die 90km absolviert und begab mich zur letzten und auch zweifelhaftesten Etappe des Tages. Die ersten Schritte auf der Laufstrecke fühlten sich gut an. Von schweren Beinen war nichts zu spüren und ich konnte auch gleich mein gewohntes Tempo anschlagen. Leider hielt das nicht lange vor, denn nach nur wenigen hunderte Metern kündigten sich die ersten Krämpfe im vom Radfahren ausgelaugten Oberschenkel an. Vorsichtiges Dehen ließ den Krampf verschwinden und mich einige Meter weiterlaufen. Weit kam ich nicht! Krämpfe meldeten sich nun alle paar Meter, ließen keinen Laufrythmus zu. Ab der zweiten Runde, also Kilometer 5, kamen zu den Krämpfen im Oberschenkel noch Wadenkrämpfe hinzu. Mitunter sprang ich wie Rumpelstielzchen von der Laufstrecke und wusste nicht so recht, wo ich zuerst dehnen soll. Ich hätte heulen und eben auch alles hinschmeißen können. Die erste Runde a’ 5km lief ich noch um die 28 Minuten, Runde 2 in ~29. Runde 3 spazierte und krampfte ich in ~ 35 Minuten ab und hätte fast geschmissen, da zu den Krämpfen nun auch noch die totale Erschöpfung und Kraftlosigkeit kam. In der letzten Runde schleppte ich mich mit stetigen Krämpfen und wie ich meine auch Kreislaufproblemen bis zur ersten Versorgung und von da ins Ziel. Die letzte Runde bin ich wohl nur “gelaufen”, weil ich es mir nie verziehen hätte, trotz erfüllbarem Minimalziel (Finish >6h) aufgegeben zu haben. Nach “nur” 5:54 Stunden überquerte ich irgendwie die Ziellinie und verfluchte so ziemlich jeden, der mich zur Teilnahme ermutigt hat. Nie wieder würde ich bei einem solchen Wettkampf starten. NIE, NIE, NIE!!!!
Heute sehe ich das entspannter. Die Erschöpfung ist überstanden, der Muskelkater verschwand auch nach 4 Tagen und irgendwie hat die Quälerei ja doch ihren Reiz. Weiter gehts, die nächste Mitteldistanz ist in Planung…
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Montag, Oktober 19th, 2009 |
Die Saison neigt sich dem Ende zu und ich spühre es irgendwie gewaltig. Nach dem Lauf vor 2 Wochen hatte ich 2 Wochen ein dickes Sprunggelenk und hieraus resultierend Probleme in der Wade. Doch watt mutt, datt mutt. Augen zu und durch, denn meine Platzierung im TF-Cup will ich ja nicht verschenken. So habe ich 14 Tage gesalbt, geschont so gut es ging und mir zu körperlichen und seelischen Unterstützung auch noch ein Paar Kompressionsstrümpfe gegönnt. Der vor(vor?)letzte Lauf konnte also kommen…
Samstagfrüh weckte mich das iPhone gegen 7:00 Uhr. Wieder nichts mit ausschlafen… Frühstück, Sporttasche packen, Laufsachen an und los! Moment! Bevor ich auf blauen Dunst losfahre, schaue ich lieber noch einmal, wohin ich denn genau muss. Aha, Gemeindehaus Thyrow! 10:00 Uhr! 18.10.!
18.10.! Mist! Einen Tag zu früh! Sporttasche wieder weg, ausziehen, ab ins Bett! Anscheinend sind es nicht nur die Knochen, die zum Ende Saison schwächeln.
Nächster Tag, Sonntag, gleiche Zeit… Ich überspringe diesen Abschnitt um mich nicht zu wiederholen…
Gegen 9:00 Uhr traf ich in Thyrow beim Gemeindehaus ein, nahm die Startunterlagen in Empfang und begab mich recht bald auf die Aufwärmrunde durch Thyrow und den angrenzenden Wald. Der Boden war trotz des Regens der vergangenen Tage nicht aufgeweicht und gut zu belaufen. Lediglich ein ziemlich langgezogener, dreimal zu absolvierender Anstieg verhieß dicke Beine. Um 10:00 Uhr ging es bei strahlend blauem Himmel, wenig Wind und ca. 8°C auf den 4,5km-langen Rundkurs. Runde 1 ließ ich locker angehen, da ich mir über die Auswirkung des Anstiegs nicht im Klaren war. Die Zwischenzeit bei Start/Ziel betrug 19:50 Minuten. In Runde 2 merkte ich beim Anstieg schon deutlich, wie sich die Schenkel schleichend verhärteten, konnte mich beim Abstieg jedoch wieder lockerlaufen. Rundenzeit 20:46, Zwischenzeit bei 40:36 Minuten. In Runde 3 forderte der Anstieg schon eine kleine Gehpause, nicht viel, nur 1-2 Sekunden, aber immerhin. Der linke Fuß schmerzte, der rechte Knöchel puckerte, ein Ziehen in der rechten Pobacke… Da jedoch nur noch ~2km zu laufen waren und weitere Anstiege nicht im Programm waren, konnte ich alle Unleidlichkeiten in den Skat drücken und den Lauf entspannt beenden. Runde 3 endete nach 21:17 und der Lauf nach 1:01:53h . Schlagartig tat alles weh was unterwegs weggeschaltet war. Der Hacken, die Ferse, die Wade, der Knöchel – inzwischen wieder dick…
Auf jeden Fall habe ich meine ärgste Konkurenz auf die Plätze verwiesen und Punkte gut gemacht. Mit etwas Glück muss ich den letzten Lauf , in 14 Tagen, gar nicht bestreiten und habe meine Platzierung sicher. Dass nach der ganzen Quälerei nur ein 4-ter Platz in einer stark besetzten AK M40 drin war, hebt mich nicht weiter an. Die Punkte für den Cup sind mir wichtiger.
Heute Nachmittag gehts erst einmal zum Arzt. Mal schauen was er zu meinem Sprunggelenk meint. In 14 Tagen muss ich wieder ran. Bis dahin muss der Fuß wieder fit sein. 
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Sonntag, Oktober 4th, 2009 |
Nachdem ich letzte Woche erfolgreich im benachbarten Dabendorf unterwegs war, sollte, wollte und musste ich gestern im 40km entfernten und sicher auch bekannteren Jüterbog starten. Der 5. Flaeminglauf ist der drittletzte Lauf des EMB-Cups und die letzten Punkte für mich die wichtigsten.
Gegen 7:00 Uhr standen der Kleene und ich auf und blickten bibbernd auf das Außenthermometer. 6 °C, windig, bewölkt – alles andere als einladend. Nach einem kleinen Frühstück packten wir unsere vorsortierten Sachen und fuhren nach Jüterbog und kamen gegen 9:00 Uhr an. Wir meldeten uns schnell an und erhielten unsere Startnummer, jedoch keine Chips für die Zeitmessung. Hier wurde noch nach der guten alten Stoppuhrmethode die Zeit genommen.
Ich war etwas verblüfft. Meine Frage nach den obligatorischen Sicherheitnadeln wurde mit großem Erstaunen und Aufregung aufgenommen. “Was?! Sie haben keine Nadeln?”. “Doch! Ich habe welche, der Junior indes nicht!”. Meine Nadeln stecken nämlich immer am Startnummernband. Nach einigem Gebrubbel landete eine mit 2 Kilogramm Sicherheitsnadeln gefüllte Keksdose mit lautem Knall und der Anmerkung “Aber nur für die, die sie wirklich brauchen!!!” auf dem Tisch. Ja dachte ich mir, herzlich Willkommen in Jüterbog. 
Der ursprünglich für 10:00 Uhr angesetzte Start verschob sich um eine Viertelstunde nach hinten. Das ist nicht spaßig, wenn man einigermaßen warm gelaufen ist und sich dann stehend dem kalten Wind aussetzen muss. Nachdem der Letzte des Bambinilaufs durch war, durften die Läufer über 11,5km und 15km an den Start. Los ging es natürlich nicht, da der richtige Sitz der Startnummer kontrolliert wurde. Natürlich wurde mein Startnummernband, das ich übrigens bei jedem Lauf trage, bemängelt. Ich solle es ablegen und die Nummer am Trikot festmachen. Das wurde in einer so charmanten Art vorgetragen, dass ich an die ersten Tage meines Wehrdiensts bei der NVA erinnert wurde. Willkommen im wilden Osten! So zog ich also mein Startnummernband auf Brusthöhe und fixierte es mit einer Sicherheitsnadel – einer selbst mitgebrachten wohlbemerkt!
Während also der Startnummernprüfer weitere Startnummern prüfte, gab der Einweiser und Startschussgeber uns die Einweisung für den Lauf und wedelt dabei mit seinem riesigen Revolver herum. Schon komisch, wenn man direkt in den Lauf guckt.
Willkommen im wilden Westen! (weiterlesen…)
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Montag, August 31st, 2009 |
Für die Suchenden, die hier auf der Suche nach den Ergebnissen des Kallinchentriathlons 2009 landen, geht es mit folgenden Links zu den Ergebnissen der jeweiligen Teilwettkämpfe:
→ 1,5-40-10 | 1,5-40-10 (Polizei) | 300-13-3 | 300-13-3(Polizei) . Schön, dass ihr hier wart. Kommt bald wieder! 

Zum dritten Mal startete ich am gestrigen Sonntag beim Kallinchentriathlon am Motzener See. Dieses Mal musste ich jedoch nicht alleine antreten, da meine Junioren beschlossen hatten, auch endlich ihren ersten (Schnupper-)Triathlon zu absolvieren.
Sonntagmorgen 6:00 Uhr, drei hundemüde tAXMäNNER tappern durchs Haus und sind sich nicht im Klaren, ob sie selbiges überhaupt verlassen sollen. Das Außenthermometer zeigt knapp 9°C an und die Lust “schwimmen zu gehen” ist bei keinem von uns ausgeprägt. Egal! Wir haben uns das vorgenommen und müssen da wohl durch. 2 1/2 Stunden später sieht die Welt schon rosiger aus. Inzwischen scheint die Sonne, der Start verschiebt sich nach hinten und es wird mit jeder Minute wärmer. Die tAXMäNNER haben inzwischen ihre Starteutel abgeholt und ihre Wechselzone eingerichtet. Die Brüder haben ihre Plätze direkt nebeneinander, sind aufgrund der Teilnahme am anderen Wettkampf jedoch mehrere Hundert Startnummern und somit auch einige Reihen und zig Meter von mir entfernt. Aufregung zeigte sich bis jetzt bei keinem von uns. Den Großen erwischte ich vor dem Start noch zum Drücken und Motivieren, der Kleene war irgendwo auf der Pirsch und nicht auffindbar. Nuja, den Start wird er wohl nicht verpassen…
Um 9:41 Uhr startete ich mit der dritten Welle. Dass ich zuletzt am 5.7. geschwommen bin, merkte ich sofort. Die Schulter wurde hart, es ging nur mühsam vorwärts. Nach geschätzten 10 Minuten hatte ich mich eingeschwommen (soweit das möglich ist) und versuchte an den Nachzüglern des “grünen” Startblocks dran zu bleiben. An der ersten Wendeboje verlor ich etwas die Orientierung. Die Brille war beschlagen und von nun an ging es gegen die Sonne. Die Sicht war gleich Null, keine Boje in Sicht, schemenhaft einige Badekappen…
Dranbleiben!!!
Nach endlosen 39 Minuten verließ ich das Wasser und checkte nach 0:40:27 ein. Den Wechsel zum Rad ließ ich stressfrei ablaufen und wechselte noch einige Worte mit dem Nachbarn. Auf dem Rad fand ich recht schnell meinen Rhythmus. Der böige Wind war zwar recht stark und häufig von vorn, ließ mich jedoch nicht verzweifeln. Immerhin war ich auf der Jagd. Ich hatte mir nämlich vorgenommen, in meiner zweiten Radrunde die Jungs zu überholen und noch einmal anzufeuern. Den Kleenen überholte ich in der Hälfte meiner zweiten Runde. Tapfer zog er seine Spur und jubelte mir zu. Den Großen konnte ich nicht mehr einholen.
Nach ca. 1:08:00 reiner Fahrzeit waren die 40km passe. Mit dieser Zeit kann ich gut leben, da auch das letzte Radtraining ca. 1 1/2 Monate zurückliegt. Der Urlaub war für die Triathlonvorbereitung einfach unpassend. Beim Wechsel vom Rad zum Laufen ließ ich es wieder ruhig angehen. Laufsocken und -schuhe an – dieses Mal die richtigen Socken!!!
– Radtrikot aus und ein Schluck aus der Flasche… Los gings. Die Beine fühlten sich prima an. Lediglich der Rücken schmerzte wie schon im letzten Jahr zum Ende der ersten Runde. Die Zeit sah jedoch prima aus. Die ersten 4km hatte ich in ~19 Minuten absolviert. Der Große winkte mir bereits aus dem Zielbereich zu und feuerte mich noch einmal an. Die letzten 2 Runden liefen sich fast wie im Training. Zum Ende hin konnte ich sogar noch beschleunigen, kam nach 10km bei 0:48:27h ins Ziel. Meine Gesamtzeit betrug 2:45:07 h, lag somit 7 Sekunden über dem von mir gesetzten Ziel.
Die Junioren erwarteten mich bereits ganz stolz. Immerhin hatten sie ihren Triathlonauftakt bravourös absolviert. Ihre 300m Schwimmen, 13,5km Rad und 3km Laufen schafften der Große in 1:04:45 h und der Kleene in 1:13:03 h. Nächstes Jahr wollen die Beiden wieder dabei sein.
Was will man mehr. Die Jungs treten tapfer in meine Fußstapfen, rackern sich einen ab und haben Spaß dabei. Okay… Beide geben zu, dass sich mich unterwegs mehrfach verflucht haben. Damit kann ich leben. Auf meine beiden Triathleten bin ich nämlich mächtig stolz!
Zahlenkrams: Kallinchentriathlon 2009
1,5km / 40km / 10km
0:40:27 / 1:16:13 / 0:48:27
Gesamt: 2:45:07 h 
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Sonntag, Juli 5th, 2009 |
Was kann es an einem Wochenende schöneres geben, als um 6:00 Uhr aufzustehen? Mir fällt nicht viel ein. Unmotiviert, unvorbereitet und ziemlich unausgeschlafen fuhr ich gestern nach Neuruppin, um beim dortigen Thriathlon über die olympische Distanz zu starten. Das konnte ja was werden… Geschwommen bin ich zu letzten Mal am 12. Juni und vor 2 Wochen saß ich beim Velothon das letzte Mal auf dem Rad. Was die Lauferei angeht, habe ich das letzte Wochenende noch in unguter Erinnerung.
Erschwerend kam hinzu, dass ich in meiner linken Schulter seit 2 Wochen Schmerzen haben und nur eingeschränkt beweglich bin. Dank Ibo sind die Schmerzen halbwegs erträglich.
Immerhin fühlte ich mich sonst ganz gut, da ich mir und vor allem der Schulter zum ersten Mal eine fast komplett trainingsfreie Woche (Ausnahme eine Laufeinheit am Montag) gegönnt hatte. Neuruppin verhieß also spannend zu werden.
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Sonntag, Juni 7th, 2009 |
Gestern starteten die Junioren und ich beim 6. Motzenseelauf. Bereits im letzten Jahr berichtete ich von meiner Teilnahme und meinem persönlichen Erfolg, nämlich der Zielzeit von 1:02:50 Stunde, bei dieser Veranstaltung. Da ich mich in recht guter Verfassung wähnte, nahm ich mir vor, die Vorjahreszeit zu unterbieten und die 13,2km in einer Zeit von unter 1 Stunde zu laufen. So gings denn frohen Mutes an den Start. Die ersten 5-6 Kilometer waren wirklich flott. Der erste Kilometer flog in unter 4 Minuten dahin und für die folgenden 4-5km brauchte ich auch nur wenige Sekunden mehr. Leider war danach etwas die Luft raus, sodass ich das Grüppchen mit dem ich unterwegs war, ziehen lassen musste. Am ersten Vesorgungspunkt gönnte ich mir den Luxus einer Trinkpause und lief den Rest der Strecke mit einem Tempo um 4:30 Minuten pro Kilometer allein weiter. 2 der Ausreißer konnte ich dann auch noch einkassieren, bevor ich nach 57:23 Minuten (8. Platz AK M40, Gesamt Platz 23 von 106) das Ziel erreichte. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass sich bei der Lauferei deutlich was getan hat und ich mein Training ganz gut gestaltet habe, denn 5:30 Minuten läuft man mal nicht eben so schneller.
Die Teilnahme ist also mal wieder ein persönlicher Erfolg, der mich gestern – wenn auch nur innerlich – jubilieren lies.
Zeit :00:57:23 Distanz:13.20 km
Geschwindigkeit: 13.8 km/h
Pace: 00:04:21/km≈4.3 min/km
Übrigens… Der Kleene absolvierte seinen 4km-Lauf in einer Zeit von 20:34 Minuten (5. Platz AK B) und tAXMAN-Junior in 20:37 Minuten (2. Platz AK C). Für die 2 untrainierten Burschen sind das respektable Zeiten, die ihren Vater stolz machen.
Wenn die etwas trainieren würden, könnte da sicher was draus werden. Wir werden uns wohl mal nach einem passenden Verein umschauen müssen.
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Samstag, Mai 2nd, 2009 |
Der 1. Mai stand für Familie tAXMAN unter einem sportlichen Stern. Nein, wir waren nicht in Berlin um Steine zu schmeissen oder mit der Polizei zu kämpfen. Die Junioren und ich nutzten vielmehr das schöne Wetter um mal wieder an einer Laufveranstaltung teilzunehmen.
Der Stundenlauf in Ludwigsfelde schien uns eine lohnende Veranstaltung zu sein. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen wird hier nicht eine bestimmte Distanz in möglichst kurzer Zeit gelaufen, sonder gemessen, welche Distanz ein Läufer in einer bestimmten Zeit zurücklegt. Wie der Name erahnen lässt, läuft man beim Stundenlauf eine Stunde (die Junioren eine halbe Stunde). Punkt 10:00 Uhr machten sich die Jungs auf die Socken. Bei strahlendem Sonnenschein wurde im Ludwigsfelder Waldstadion eine Runde nach der anderen absolviert. Der Große lief in der halben Stunde 4560m (Platz 7 in der AK M12) und der Kleene sogar 5510m. Der Kleene hat den Großen also 2 Mal überholt, was eigentlich Belohnung genug gewesen ist, wurde als Bonus jedoch auch noch Vierter in seiner Altersklasse M10.
Natürlich wollte ich den Jungs in nichts nachstehen. Um 10:45 Uhr ging das Teilnehmerfeld wie gewohnt flott (für meinen Geschmack zu flott
) ins Rennen. Ich hielt mich anfangs an Knut vom TLV musste ihn aber irgendwann laufen lassen. Nach einer halben Stunde kam ich endlich wie gewohnt ins Rennen, hatte die müden Beine aus- bzw. abgeschüttelt, und konnte aufholen. Knut (und andere) hatte ich bald ein und konnte, wenn man bei einem stetigen Rundkurs davon reden kann, locker einen Vorsprung herauslaufen. Zum Ende fehlte mir die Übersicht, da ich keine Zwischenzeiten genommen und auch meine Runden nicht mitgezählt hatte. Musste ich ja auch nicht, da ja mittels Transponder jede Runde gezählt wurde. Überrascht hat mich das Ergebnis dann doch. 13605m hatte ich absolviert und damit sogar Platz 3 in der AK M40 und somit den Sprung aufs Treppchen geschafft. Alles in allem hat sich also die Plackerei am Feiertag für uns tAXMänner gelohnt.
Jawoll! Hoch lebe der 1.Mai!!!
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Montag, April 20th, 2009 |
Nach dem Halbmarathon vor 2 Wochen stand am letzten Wochenende die nächste Laufveranstaltung auf dem Programm. Der von meinem Verein veranstaltete “Lauf um die Römerschanze” fand über 4km, 7,6km und 14,9km am Samstag statt. Familie tAXMAN startete mit drei Teilnehmern, den Junioren über 4 und meiner Wenigkeit über 14,9km.
Bereits im Vorfeld wurde ich “gewarnt”, dass dieser Crosslauf und eben der als Römerschanze bezeichnete Anstieg es in sich haben sollen. Bei 4 zu laufenden Runden durfte ich diese Erfahrung dann auch gleich 4 Mal machen.
Punkt 14:30 Uhr starteten die Teilnehmer über 14,9km und 7,6km gleichzeitig. Ziemlich flott ging es zur Sache, sodass ich bereits nach 4:10 Minuten den ersten Kilometer absolviert hatte, nach der Zeitnahme aber erst einmal das Tempo rausnahm und die Strecke beschnupperte. Ab der zweiten Runde fand ich mein Tempo, das ich auch ohne größere Probleme – vom Anstieg mal abgesehen – bis zum Ende abspulen konnte. Unter Berücksichtigung der nicht einfachen Strecke mit sandigen Abschnitten und vielen Wurzeln bin ich mit der erzielten Leistung zufrieden.
Nach 1:12:01 Stunde war ich im Ziel und belegt den 4. Platz in meiner Altersklasse und den 25. Platz in der Gesamtwertung. Schnellster Läufer war mein Vereinskollege Torsten Paul, der die knapp 15km in 0:56:36 h zurücklegte.
Die Junioren schlugen sich ebenfalls tapfer, wurden trotz starker Konkurrenz nicht Letzte.
Am Sonntag sollte ich dann meinen Einstieg in die Radttrainingsrunde des TLV und mir somit einmal richtig die Kante geben. Meine 3 Begleiter zeigten mir auf dem Rad so richtig was eine Harke ist. Mit einem Schnitt von 28,9 km/h ging es über 68,9km. Die Beine waren nicht wirklich vom Vortageslauf erholt und der starke, böige Wind tat ein Übriges. Ich war sowas von hinüber als ich zuhause ankam, dass ich umgehend unter der Dusche verschwinden musste um die aufkommenden Krämpfe mit kochendheißem Wasser zu verjagen. Das nächste Mal fahre ich nur ausgeruht mit, denn die ganze zeit nur hinterherzuhecheln macht nicht wirklich Spaß. 
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Sonntag, März 8th, 2009 |
Mit Blumen und Vereinstrikot bin ich am Donnerstag ganz offiziell und sehr nett im Rahmen einer Mitgliederversammlung in den TLV Rangsdorf aufgenommen worden. Der erste Wettkampf in Vereinskleidung wird wohl der Halbmarathon in Berlin sein. Spötter meinen, dass so ein Vereinslogo auf dem Trikot Wunder bewirken und leistungssteigernd wirken soll.
Wir werden sehen. Auf jeden Fall habe ich mich in der Runde der TLV-ler wohlo gefühlt. 2009 verspricht insofern ein interessantes Jahr zu sein. Der DTU-Startpass motiviert zusätzlich zur Teilnahme an mehr Triathlons. Jetzt kanns losgehen. Naja, wenn das Wetter mitspielt… 
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Donnerstag, Januar 1st, 2009 |
Warum tue ich mir das an? Wir haben den 31.12.2008, Silvester, es ist 7:00 Uhr und ich muss aus dem Bett. Das sportliche Finale eines sportlichen Jahres steht an, der Silvesterlauf über 17,8 km von Zossen nach Ludwigsfelde.
Draußen ist es noch dunkel und schweinekalt. -8°C zeigt das Thermometer. Sozusagen optimale Laufbedingungen.
Gegen 8:30 Uhr bin ich in Zossen und erledige die Anmeldeprozedur. Mein Kumpel Stuart ist auch schon da. Der Lauf ist eine der wenigen Gelegenheiten die wir haben, um mal in Ruhe zu quatschen. Da wir uns vorgenommen haben, die Vorjahreszeit von ~1:35:00 Stunden zu unterbieten, würde zumindest meine Luft knapp und ich etwas ruhiger werden. Um 9:00 Uhr gabs warme Worte von der unsportlichen Bürgermeisterin und den Ehrenstart vor dem Rathaus Zossen, wenige hundert Meter und 15 Minuten später den scharfen Start in meinem Heimatnest Nächst Neuendorf. Die Temperatur betrug inzwischen wohl -6°C. Entgegen allen Befürchtungen fror ich jedoch nicht. Stuart gab eine alte Läuferweisheit zum Besten: “Wer vor dem Start nicht friert, ist für den Lauf zu warm angezogen!” und sollte damit Recht behalten.
Nach nicht mal einem Kilometer schwitzte ich wie ein Affe aus allen Poren, zog die Handschuhe aus und öffnete den Kragen der oberen Kleidungsschicht, konnte mich jedoch nicht aufraffen, eine der 3 Hosen auszuziehen.
WARUM zum Teufel habe ich mich nicht an meine gewohnte Kleiderordnung gehalten?
Die ersten 12 Kilometer über unebenen und gefrorenen Boden verliefen nach Plan. Wir überholten etliche Läufer und lagen mit ~4:50 Minuten pro Kilometer prima im Zeitrahmen, um die gesteckte Zielzeit von 1:30:00 Stunde zu erreichen. Bei Kilometer 13 fiel ich jedoch in ein “Tief”. Die Luft war raus, die Beine butterweich und zugleich steinhart, der gesamte tAXMAN einfach nur platt, lustlos, inzwischen unmotiviert und innerlich weich und weinerlich. Der Drang einfach stehen zu beleiben, ‘ne Pause zu machen, den ganzen Kack hinzuschmeißen wurde so mächtig wie noch nie. WARUM? Warum tue ich mir diesen Scheiß an?
Ich könnte noch im warmen Bett liegen!
Stuart gab sein Bestes, um mich aus meinem mentalen Loch zu holen. Meinen Gedanken, über einen gefrorenen Erhuckel zu stolpern oder einfach auf einem der zahlreichen Eispfützen auszurutschen und liegenzubeleiben hat er mir unermüdlich und nicht locker lassend wegquasselt und mit jeder Menge Läuferweisheiten weggefegt. Locker bleiben, richtig Atmen, Arme und Schultern lockern, …
Nuja… Irgendwann waren wir in Ludwigsfelde. Meinen Rhytmus, die mir sonst eigene Lockerheit, habe ich nicht mehr gefunden. Mit sehr viel Kraftaufwand ereichten wir das, was ich als mein Limit bezeichne, sowie das Ziel nahezu gleichzeitig. Bei 1:27:12 Stunde liefen wir “Hand in Hand” ins Ziel. Kurioser Weise haben wir auf dem letzten Kilometer sogar noch einige Läufer überholt. Ich fühlte mich ja schon mies. Was haben die gefühlt haben, von einem taumelnden tAXMAN überholt zu werden?
Fragt mich nicht wie, aber irgendwie haben wir es geschafft,7 Minuten schneller als noch vor einem Jahr zu sein (Der Ganzkörpermuskelkater, vor allem im Schulterbereich spricht deutlich Bände für verkrampftes Laufen). Nach kurzer Verschnaufpause und intensivem Kampf mit dem Brechreiz schoss mir die Antwort auf die vielen Warums durch den Kopf. Ankommen! Die eigenen Grenzen erfahren und überschreiten. Gesetzte Ziele erreichen! Und eben diese Dinge mit einem Freund erleben. Jupp! Das isses! Das macht es möglich und eben auch wert. 
Danke Stuart. Schön, dass du mich nicht “am Baum hast hängen lassen”. 
Meine Herren Junioren haben ihren Silvesterlauf über 2,8km gemeinsam absolviert. Lediglich kurz vor dem Ziel gab es einen Kampf um den besseren Platz. Beide hatte ihren “Spaß”, ein gemeinsames Erlebnis und in der Wertung die jeweils dritte Platzierung in ihrer Altersklasse. 
Alles in allem war der Silvesterlauf ein würdiger Abschluss für das Sportjahr 2008. Trotz einiger Tiefschläge, körperlicher Gebrechen und gemeiner Verletzungen hat mich das Jahr 2008 ein großes Stück weitergebracht. Das erste “große” Wettkampfjahr hat mich einiges an Startgeldern gekostet, an großen und kleinen Veranstaltungen teilnehmen lassen, nach Hamburg geführt und ‘nen neuen Freund finden lassen. Hochs und Tiefs im Wechsel. Festzuhalten bleibt, dass man nie zu alt für Neues oder für Weiterentwicklung ist. Mit Konsequenz und Willen, etwas Planung und häuslicher Unterstützung kann man immer was reißen.
Never give up! Gesundes neues Jahr und Sport frei!
Alles Gute für 2009!
Das meint übrigens die Presse: Sportlicher Jahresausklang – 31. Auflage des Silvesterlaufs Zossen-Ludwigsfelde
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