tAXMAN rennt 2010 – Ende gut …
Sonntag, November 21st, 2010 |Ende gut, alles gut! ![]()
Der verzweifelte Beginn einer bloggenden Leidenschaft…
Am gestrigen Samstag fand der letzte Lauf des Teltow-Fläming Cups statt. Meine Vorbereitung ging, wie bei den vorherigen Läufen schon gegen Null. 2 Laufheinheiten hatte ich innerhalb der letzten 2 Wochen absolviert – 1x Strasse und 1x Laufband – und somit viel zu wenig, um irgendwo vorne mitmischen zu können. Die Ausdauer ist nach wie vor großartig, nur mangelt es derzeit an der Fähigkeit Tempo zu machen.
Mit der Aussicht auf mäßigen Erfolg, machte ich mich gestern auf den Wenach Wünsdorf. Um 14:00 Uhr startete ich viel zu warm angezogen, auf die in 2 Runden um den Wünsdorfer See führende Laufstrecke. Der Untergrund bot alles, was man sich so vostellen kann. Ausgefahrene, feste Sandwege, lockeren Sand, buckliges Pflaster, glatte Pflaster, Asphalt, belaubte Waldwege, Waldwege ohne Laub…
Zu Beginn kam ich ganz gut weg, stöhnte nach 2 Kilometer aber schon innerlich, weil ich eigentlich gar keinen Bock mehr hatte weiterzulaufen. Es fehlt also nicht nur am Tempo, sondern auch am nötigen Biss. Irgendwie gelang es mir doch am Ball, jedoch nicht an der Konkurrenz dranzubleiben. Nach ca. 6km holte ich meinen “jungen” Begleiter vom Dahlewitzer Waldcross ein. Nun liefen wir gemeinsam und überholten noch einen weiteren Läufer in der 2. Runde. Bei Kilometer 12 trennten sich dann unsere Wege, da der Laufkumpan seinen Puls nicht in den Griff bekam als ich das Tempo noch einmal anzog. “Gefühlt” sauste ich die letzten 3 Kilometer gen Ziel, auch wenn die GPS-Uhr das Gegenteil behauptet. Mein direkter Konkurent, Mario Heyer, legte ein wahnsinniges Tempo bei den letzten Läufen der Saison vor. Auch dieses Mal beendete er den Lauf uneinholbare 3 Minuten vor mir. Hut ab und herzlichen Glückwunsch!
Mir bleibt die Erkenntnis, das es ohne Fleiß keinen Preis gibt.Dass es wohl gerade so zum dritten Platz in der Cupwertung gereicht hat, stimmt mich nur mäßig froh. Der Leistungsabfall zum Saisonende ist zu offensichtlich, da muss dran gearbeitet werden. ![]()
Auf denn, die nächste Saison beginnt bald! ![]()
Distanz: 15.00 km Zeit: 01:10:37h
Herzfrequenz: 168 (92%) / 180 (99%) bpm
Kalorien: 1294 kCal
Geschwindigkeit: 12,8 km/h
Pace: 4:40/km [4.7 min/km] (?)
Foto: Hans-Jürgen Burow
Nach ca. 3-wöchiger Laufpause, die mir wegen der hartnäckigen Erkältung aufgezwungen wurde, startete ich am Sonntag mit mäßigen Erwartungen beim Thyrower Waldlauf. In 3 Runden ging es über 13,5km quer durch Thyrow, seinen Wald und eben auch 3 mal über der Thyrower Berg.
Ich kam denn auch gut vom Start weg und fühlte mich auf den ersten Metern gar nicht mal so schlecht. Bei ersten des 3 mal zu bewältigenden Anstieg über 75m merkte ich recht schnell, dass bei diesem Lauf kein Blumentopf zu gewinnen ist. Die Beine wurden sofort hart, dann weich und ließen jede Kraft vermissen. Auf der Geraden erholte ich mich zwar immer ein wenig, bekam in jeder Runde aber wieder am “Berg” einen Dämpfer. Die Konkurenz überholte mich und ließ mich regelrecht stehen. Egal! Innerlich hatte ich ohnehin schon abgeschlossen und nahm das Ganze als Trainingseinheit. Nach 1:05:23h und somit fast 4 Minuten langsamer als im Vorjahr, erreichte ich das Ziel.
In der Gesamtwertung liege ich nun 3 Punkte hinter dem Zweitplatzierten. Theoretisch wäre der zweite Platz noch machbar, erscheint mir aber bei dem derzeitigen Trainingsstand eher unwahrscheinlich. Der letzte Lauf entscheidet also alles. Bis dahin werde ich also noch einmal Gas geben und ein paar gepflegte Laufeinheiten einlegen. Postiv ist auf jeden Fall, dass der letzte Lauf flach und ohne jeden Anstieg ist. Es gibt also keinen Grund für mich zu schwächeln.
Also bitte schön am 30.10.2010 die Daumen drücken. ![]()

Foto: Hans-Jürgen Burow
… dieses Mal nicht, wegen einer 2 Wochen andauernden Dreckserkältung!
Am letzten Wochenende fand die EMB-Cup-Laufserie ihre Fortsetzung in Dabendorf. Beim 19. Dabendorfer Herbstlauf startete ich gemeinsam mit dem Junior über 15,7km. Nein, nein! Der Junior lief natürlich nicht die große Runde, sondern lies es sich auf der kleinen Strecke über 5,1km gut gehen. Während mich der Drang nach weiteren Cuppunkten antrieb, hatte Herr Junior andere Dinge im Sinn. Wie zufällig saß er neben mir, als ich die Ausschreibung zum Lauf studierte. Die Anmerkung, dass es nach dem Lauf Kuchen, Würstchen und Getränke für alle Teilnehmer gab, war ihm Motivation genug. Er musste, wollte und sollte wegen mir auch mitlaufen. Startgeld für den Junior 1,- €, Bewegung an frischer Luft und “Cola satt” (wie er hinzufügte) waren ein faires Geschäft. DEAL!!!
Um 14:00 Uhr fiel der Startschuß. Gewohnt flott starteten die Teilnehmer über alle Distanzen (5,1, 10,4, 15,7km). Selbst der Junior sauste auf den ersten Hundert Metern wie vom Blitz getroffen davon. Irgendwann hatte ich ihn dann ein und gab ihm den Rat, die restlichen 4,8km vielleicht doch etwas gemächlicher anzugehen. Den gleich Rat gab ich mir bei Kilometer 1. Wie üblich absolvierte ich diesen viel zu schnell und wieder einmal um 4 Minuten. Immerhin fand ich einen dankbaren Begleiter, den ich (eigentlich immer noch viel zu schnell laufend) nach ~22 Minuten im Ziel ablieferte. Runde 2 ging es weiter flott voran, alles lief nach Plan und die Wasserversorgung im Laufen klappte schon besser als in Dahlewitz.
In der dritten und letzten Runde wurden langsam die Oberschenkel hart. Das lag zum Einen an der doch anspruchsvollen Strecke durch Wald und Flur, zum Anderen jedoch auch an dem kalten Gegenwind. So ging es in Runde 3 schon deutlich langsamer bei mir voran. Zwar konnte ich einen hartnäckigen Verfolger “abhängen”, musste mich dafür aber doch schon redlich quälen.
Nach 1:09:53h war’s denn mal wieder geschafft. Ein undankbarer vierter Platz und 1:44 Minute langsamer als im letzten Jahr waren kein Grund zu jubeln. Immerhin gabs 18 Punkte für die Cupwertung – die sind denn schon was wert.
Jetzt gibts eine Woche “Laufpause” und dafür Sause am Wochenende. Am Freitag gehts nach Bayern und am Samstag auf die Wiesn. Prost denn!!!
Fotos: Hans-Jürgen Burow
Gestern gings mal wieder darum, bei einem Lauf Punkte zu sammeln. Beim Dahlewitzer Waldcrosslauf führte die Strecke a 4 Runden über insgesamt 18km auf “Naturpfaden”durch das Naturschutzgebiet am Blankenfelder See. Man läuft also auf von Wurzeln durchzogenen Pfade und Wegen, Schotter, mit recht groben Steinen, usw. usf. – eben allem, was man von einem Crosslauf erwarten konnte.
Vom letzten Jahr hatte ich die Strecke in nicht so guter Erinnerung, fühlte mich gestern früh auch wieder nicht so recht in Form und auch zu schwer und dick.
Fast pünktlich um 10:00 Uhr ging es denn los. Wie üblich, ging ich den ersten Kilometer viel zu zackig an, was die Obeschenkelmuskulatur am ersten Anstieg mit Schwäche quittierte.
Die zweite Hälfte der 4 mal zu laufenden Runde erwies sich jedoch leicht abschüssig, sodass ich die Muskulatur wieder locker laufen konnte. Runde 1 war nach 20:33 Minuten abgehakt. Im Zielbereich schnappte ich mir einen Wasserbecher, kippte den größten Teil des Wasser jedoch daneben. Nach dem Laufdisaster beim Berlin Man hatte ich mir geschworen, keinen Lauf mehr mit Gehpausen zu unterbrechen oder gar stehen zu bleiben. Runde 2 lief ich alleine und locker in 20:57 Minuten. Wasser gabs zu großen Teilen wieder nur aufs Hemd.
In Runde 3 wollte sich noch immer keine Schwäche einstellen – vielmehr holte ich mehrere vor mir laufende Läufer ein. Nach 21:23 Minuten kippte ich mir zu Abwechslung kalten Tee ins Gesicht.
Die letzte und 4. Runde lies ich locker angehen, da ich keinen Verfolger entdecken konnte. Mein mit Beginn der 3. Runde eingeholter und mit mir laufender Begleiter versuchte sich zum Ende in einem Endspurt, auf den ich jedoch verzichtete. Nach 21:12 Minuten war die 4. Runde absolviert und die 18km Geschichte. Meine Gesamtzeit von 1:24:04h reichte für den 3. Platz in der AK M30 und dürfte wertvolle Punkte in der Cupwertung eingebracht haben. Erstaunlicher Weise war ich trotz des schlechten Gefühls sogar eine Minute schneller als im letzten Jahr an gleicher Stelle. So gesehen, war die Teilnahme also ein kompletter Erfolg. ![]()
Fotos: Hans-Jürgen Burow
Vor nunmehr fast 2 Wochen war es soweit. Der Saisonhöhepunkt in Form des Berlin Man stand auf dem Programm und soll hier nun blogtechnisch abschließend abgearbeitet werden.
Eine Woche vor dem Wettkampf steigerte sich mein Lampenfieber auf den Höhepunkt und ließ mich nachts kaum noch schlafen. Der Urlaub in Italien war irgendwie viel zu erholend und schien damit auch irgendwie alles andere als die optimale Vorbereitung für meine erste Mitteldistanz gewesen zu sein. Mein subjektives Formempfinden beflügelte mich nicht besonders. Die Probefahrt auf der Wettkampfstrecke gab mir auch noch mal einen Dämpfer, denn nach knapp 100km im doch “bergigen” Berlin, sah ich meine Felle davonschwimmen. Die Devise für den Wettkampftag lautete also heil durchzukommen und das Minimalziel hieß Finish unter 6 Stunden.
Am Sonntagmorgen hieß es gegen 4:30 Uhr aufstehen um um kurz nach 6 die Wechselzone am Berliner Wannsee zu betreten. Meine inzwischen schon schmerzhafte und Übelkeit mitbringende Aufregung legte sich langsam. Nach dem Einrichten meines Platzes in der Wechselzone blieb genug Zeit, den ein oder anderen alten Bekannten zu begrüßen und die letzten Tipps für den kommenden Wettkampf entgegen zu nehmen.
Um 8:10 Uhr fiel der Startschuss für die zweite Welle, in der auch ich mich befand. Schwimmender Start im nach grasgrünen, von undefinierbaren grünen Schwebeteilchen durchsetzten und “nach Scheiße und Diesel schmeckenden” Wannsee. Es galt 2,2km in Form einen Rundkurses zu schwimmen. Das Wasser war nicht so blau und auch nicht so salzig wie das Mittelmeer, trug mich aber prima. Trotz Brustschwimmen blieb ich mit einigen Kraulern auf gleicher Höhe und kam relativ entspannt nach ~ 48 Minuten ins Schwimmziel. Super, 10 Minuten gutgemacht – der Tag begann gut.
Den Wechsel zum Rad ließ ich gewohnt gemächlich angehen. Abtrocknen, Füße gründlich vom Sand befreien, Trinken, Helm, Radschuhe, Brille, Startnummer… Los! Auf der Radstrecke versuchte ich meine Kräfte gut einzuteilen. Dank Probefahrt vor einigen Tagen wusste ich, wann die doch heftigen Anstiege kamen und wo Zeit und Gelegenheit für Riegel und Gel waren. 90km waren in 4 Runden auf einem Rundkurs zu absolvieren. 4 Mal musste ich also am Grundwaldturm hochkraxeln und 4 Mal die Kopfsteinpflasterpassage passieren. Der Anstieg bereitete denn auch weniger Probleme als das Pflaster. Mit knapp 35 Sachen schepperte ich jedes Mal über das grobe Pflaster. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. In Runde 3 verlor ich die erste Trinkflasche und in Runde 4 den kompletten, (vormals) am Sattel befestigten Trinkflaschenhalter incl. Flaschen. :ditsch: Ein teurer Spaß, der mich jedoch nicht wirklich ärgerte, da ich froh war den Abgang des Anbaus ohne Sturz überstanden zu haben.
Nach ~ 2:50h (Fahrzeit) (2:56h incl. der Wechsel) hatte ich die 90km absolviert und begab mich zur letzten und auch zweifelhaftesten Etappe des Tages. Die ersten Schritte auf der Laufstrecke fühlten sich gut an. Von schweren Beinen war nichts zu spüren und ich konnte auch gleich mein gewohntes Tempo anschlagen. Leider hielt das nicht lange vor, denn nach nur wenigen hunderte Metern kündigten sich die ersten Krämpfe im vom Radfahren ausgelaugten Oberschenkel an. Vorsichtiges Dehen ließ den Krampf verschwinden und mich einige Meter weiterlaufen. Weit kam ich nicht! Krämpfe meldeten sich nun alle paar Meter, ließen keinen Laufrythmus zu. Ab der zweiten Runde, also Kilometer 5, kamen zu den Krämpfen im Oberschenkel noch Wadenkrämpfe hinzu. Mitunter sprang ich wie Rumpelstielzchen von der Laufstrecke und wusste nicht so recht, wo ich zuerst dehnen soll. Ich hätte heulen und eben auch alles hinschmeißen können. Die erste Runde a’ 5km lief ich noch um die 28 Minuten, Runde 2 in ~29. Runde 3 spazierte und krampfte ich in ~ 35 Minuten ab und hätte fast geschmissen, da zu den Krämpfen nun auch noch die totale Erschöpfung und Kraftlosigkeit kam. In der letzten Runde schleppte ich mich mit stetigen Krämpfen und wie ich meine auch Kreislaufproblemen bis zur ersten Versorgung und von da ins Ziel. Die letzte Runde bin ich wohl nur “gelaufen”, weil ich es mir nie verziehen hätte, trotz erfüllbarem Minimalziel (Finish >6h) aufgegeben zu haben. Nach “nur” 5:54 Stunden überquerte ich irgendwie die Ziellinie und verfluchte so ziemlich jeden, der mich zur Teilnahme ermutigt hat. Nie wieder würde ich bei einem solchen Wettkampf starten. NIE, NIE, NIE!!!!
Heute sehe ich das entspannter. Die Erschöpfung ist überstanden, der Muskelkater verschwand auch nach 4 Tagen und irgendwie hat die Quälerei ja doch ihren Reiz. Weiter gehts, die nächste Mitteldistanz ist in Planung…
Ich mach’s kurz. Heute gabs den Albert-Wuthe-Gedenklauf über 15km. Zum zweiten Mal war ich dabei, hatte den Lauf vom Vorjahr jedoch noch als ziemliche Quälerei in Erinnerung.
Punkt 10:00 Uhr gings auf den zweifachen Rundkurs. Ich lies es diesmal gemütlicher angehen, teilte mir meine Kräfte von Beginn an ein. Nach 500m stellte ich fest, dass meine GPS-Uhr noch im Fahrradbetrieb lief. Das geht natürlich nicht, da ich nicht die Geschwindigkeit in km/h, sondern meinen Pace in Min./km sehen möchte. Also hangelte ich mich laufend durch die Menüs verdrückte mich, fluchte und riss einen der Stifte, mit denen das Armband an der Uhr befestigt ist heraus. Der Stift flog in hohem Bogen davon und die Uhr baumelte am Handgelenk. Ein gelungener Start…
Ab sofort trug ich die Uhr in der Hand. Die Einstellungen für den Laufbetrieb habe ich dann auch noch irgendwann gefunden, sodass ich mich ab 1,5km auf die Lauferei konzentrieren konnte.
Der sparsame Start machte sich im Laufe des Rennens positiv bemerkbar. Nach und nach holte ich vor mir Laufende ein und überholte sie. Das Programm spulte ich locker und relaxed bis zum Ende ab und trudelte locker nach 1:10:57h ins Ziel. Okay, letztes Jahr war ich ‘nen Tick schneller, habe mich dafür aber auch übel gequält. Ohne die Querelen mit der Uhr, hätte ich sicher die Vorjahreszeit unterboten. Alles in allem hinterließ der Lauf ein gutes Gefühl. Die Form ist da und wird stetig besser, mir tut nichts weh und das Ganze macht Spaß. Was will man mehr?
Achso… Platz 3 in meiner AK! Okay, oder!?
Fotos mit freundlicher Genehmigung von H.J. Burow
Im Laufbericht vom letzten Wochenende verkündete ich die Teilnahme am 7. Pro Potsdam Schlösser(halb)marathon am heutigen Tage. Gestern empfingen wir unsere Gäste, Herrn Feydab und Begleitung, verbrachten einen entspannten Tag auf der “Marathonmesse” in Potsdam, im Sportoutlett in Waltersdorf sowie beim Italiener in Berlin. Nach einer unentspannten Nacht gab es heute den unentspannten Weckruf, ein minimales Frühstück, sodass Feydab und ich pünktlich um 8:30 Uhr in Potsdam am Start waren. Bereits zu dieser Zeit versprach der Lauf spannend zu werden, da wir dieses Jahr bei so warmen Temperaturen noch laufen konnten.
So kam es denn auch. Bereits nach 2 Kilometern machte mir die Wärme arg zu schaffen. Nachdem ich im Vorfeld über die vielen Versorgungsstellen gelästert hatte, schlich ich mit schlechtem Gewissen an die Erste nach ca. 3,6km und war dankbar für das Wasser. Nach ca. 6km traf ich einen trainierenden Kollegen, der mich etliche Kilometer begleitete und über Geschichte und Sehenswürdigkeiten referierte. Was eigentlich nett gemeint war, ging in die Hose. Der Gute brachte mich völlig aus dem Rhythmus, den erst nachdem ich wieder
meine Ruhe hatte – bei 13km – wiederfand. Den Rest der Strecke spulte ich mehr oder weniger entspannt ‘runter. Da ca. alle 4km Versorgungsstationen aufgebaut waren, lief man kaum Gefahr auszutrocknen. Dank Cola und reichlich Wasser plätscherte ich mit meinem Wasserbauch vor mich hin und erreichte nach 1:43:01h frohen Mutes und ohne Blasen das Ziel. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Das Wetter war ‘nen Tick zu gut und die Strecke oft, naja schmeichelhaft ausgedrückt, unwegsam. Kopfsteinpflaster, grober Schotter und grob unebene Sandwege haben mich doch einiges an Zeit und Kraft gekostet. So kommt es, dass ich mich doch ein ganz, ganz, ganz klitzekleines Bisschen ärgere, die 1:40:00h nicht geschafft zu haben.
Distanz: 21,11 km – Halbmarathon
Zeit: 10km – 00:46:43 / Ziel: 1:43:01 Stunde
Zeit pro km: 00:04:53/km ≈ 4.9 min/km / Geschwindigkeit: 12,4 km/h
Platz (Gesamt): 283
Platzierung (Altersklasse M40): 59
Am gestrigen
Samstag ging bei bestem Wetter zum 4. Nottelauf nach Zossen. In den letzten Jahren habe ich an diesem Lauf nicht teilnehmen können, da am darauffolgenden Sonntag das Velothon in Berlin stattfand und ich lieber am Radrennen als am Lauf teilnehmen wollte. Dieses Jahr fiel die Teilnahme am Velo jedoch ins Wasser, sodass ich in Zossen erstmalig mitlaufen konnte.
Punkt 10:00 Uhr fiel der Startschuss. Die Strecke führte unter Bäumen am Nottekanal entlang. Das Feld startete gewohnt flott und einige Läufer, die sonst hinter mir finishen legten schon zu Beginn ihren Endspurt ein. Ich lies mich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und hielt mich an meinen satellitengestützten und pulskontrollierten Plan. Sand- und Waldwege, ausgefahrene Wiesenwege und die nun doch langsamer werdende Konkurrenz machten es schwierig, ein gleichmäßiges Tempo zu halten. Da mehrere Schleifen zu laufen waren, gabs auch ständig Gegenverkehr, sodass gemütliches Überholen nur mittels kurzem Sprint möglich war. Egal, immerhin überholte ich und wurde nicht überholt. Nach und nach holte ich mir den ein oder anderen zu Beginn vorausgeeilten Konkurrenten. Auf den letzten 2 Kilometern beflügelten mich die eine Schleife weniger laufenden 10km-Läufer, die ich nun einholte. Zu wissen, dass man zeitgleich gestartet, nun 3km mehr auf der Uhr hat, gibt noch einmal Extrakraft. Man läuft also noch etwas schneller um denen zu zeigen, wie langsam sie doch sind. :-D Kurz vor dem Ziel hörte ich den Hintermann schnaufen. Da versuchte jemand, mich auf den letzten 100m zu überholen. Doch auch bei mir war noch Luft übrig. Zumindest reichte es für einen geflügelten Endspurt, der meinen Hintermann Hintermann bleiben lies. Die Zeit von 58:03 Minuten geht in Ordnung. Sicherlich ist da noch was drin, da die Saison aber noch jung ist, bleibt Zeit die Reserven zu mobilisieren. Der undankbare Platz grämt mich nur wenig, da das Feld stark und die Sieger eh in einer anderen Liga spielen. Immerhin habe ich 18 Punkte im EBM-Cup eingelaufen. Besser als nichts, oder?!
Nächste Woche geht’s dann nach Potsdam zum Schlösser-Halbmarathon, den ich mit meinem Lieblingshanseaten genießen werde.