Archiv für die ‘Kultur’ Kategorie
Sonntag, Februar 21st, 2010 |
Anfang Januar kündigte ich ja an, dass im Februar das Rammsteinkonzert in Dresden besuchen würde. Donnerstag vor einer Woche war es denn auch soweit. Dass ich nicht schon vorher daürber berichtet habe liegt daran, dass ich unmittelbar nach dem Konzert für einige Tage flach lag. Ob ich mir beim Warten auf den Einlass oder durch umherschwirrende Bazillen den Tod geholt habe, ist ungewiss und nunmehr auch uninteressant. Das Konzert war jedenfalls genial und die Pyroeffekte beeindruckend. Rammstein sind auf jeden Fall ihr Eintrittsgeld wert. Wer größeres Interesse am Konzertablauf und den gespielten Titeln hat, verweise ich auf Arnos Seite. Arno brilliert nicht nur mit Fachausdrücken und Bewertungen, nein, er schildert das Konzert schon fast minutiös. Ich spare mir daher die Mühe, einen ähnlichen Bericht verfassen zu wollen.
Die Krönung des Konzerts war dann noch die Rückfahrt gen Berliner Stadtgrenze. Während wir zu und mit Rammstein sangen und hopsten, verwandelte sich die Autobahn in eine Eisbahn, die eine zügige Heimfahrt unmöglich machte. Immerhin landeten alle Mitreisenden gesund und munter zuhause.
Gestern Abend gab’s dann etwas, was ich vorab als kulturellen Overkill bezeichnet habe. Anlässlich eines Geburtstages gab es im DASDIE in Erfurt – also auch wieder gleich um die Ecke!!!
– Purple Schulz und Heinz Rudolf Kunze.
Mithin dürfte bekannt sein, dass ich doch eher ein Freund der “härteren” Klänge bin. Rammstein, VNV Nation, viel viel Trance laufen rund um die Uhr vom iPod oder via Last-FM. Purple Schulz dümpelte als schwülstige Erinnerung an die 80-er in meinem Kopf, während ich gegen Herrn Kunze eine gepflegte Abneigung habe. Nuja, ganz so schlimm war es denn doch nicht. Purple Schulz und sein Kollege Josef Piek vermochten mich Klavier, Gitarre und 2 Stimmen zu begeistern. Die schwülstigen Erinnerungen sind gewichen und haben der Begeisterung für das tolle Spiel und eine wirklich gute Stimme von Purple Schulz Platz gemacht. Auch wenn Purple Schulz zeitweise wie ein Zappelkasper wirkt und nervöse Zeitgenossen noch nervöser machen wird, verflog die erste Stunde wie im Fluge. Nach der Pause gab es dann das Programm von Heinz-Rudolf Kunze. Es tut mir leid, aber den kann ich nicht ab. Ich finde den Mann und seine Musik einfach nervend. Ich kam mir wie ein Fremdkörper im Publikum vor, und war wahrscheinlich auch einer. Während die Dicken vom Nachbartisch abgingen wie Raketen, zog sich die Zeit für mich zäh in die Länge. Zwischendurch, wenn Kunze dann doch noch einmal den Schulz begleitete konnte ich Luft holen, musste jedoch schlussendlich bei 4, eine halbe Stunde andauernden Zugaben, in den kulturellen Suizid getrieben. Nein! Konzerte von Musikern die man nicht mag, sind grausam! Sowas macht man nicht! Sowas will man nicht! Die Dicken von nebenan standen inzwischen und brüllten nach noch mehr Zugaben und auch Frau tAXMAN schien nicht abgeneigt, noch etwas mehr Musik von Herrn Kunze zu konsumieren. Doch irgendwann nach 3 Stunden hatte ich es geschafft!
Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass Purple Schulz seit unserer letzten akustischen Begegnung in den 80-ern sich fleißig weiterentwickelt hat und ein echter Hinguckerhörer ist. Der Kunze ist das was er schon immer war. Für die einen ist er ein begnadeter Sänger, Gitarrist, Song- und Texteschreiber, für die anderen jedoch einfach ein musikalischer Overkill…
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Sonntag, September 27th, 2009 |
Am Freitag Abend war es mal wieder soweit. VNV-Nation – für die meisten Stammleser hier sicher unbekannt – gab sich in Berlin die Ehre, um das “neue” Album live zu präsentieren. Dieses Mal konnte ich sogar in Begleitung von tAXMAN-Junior nach Berlin reisen, da auch er auf die Musik steht und sein erstes Konzert besuchen wollte.
Ziemlich früh um 18:45 Uhr gab sich die erste Vorband Mühe, Stimmung in den Laden zu bringen. Auch Band Nr. 2 “Roter Sand” gaben ihr Bestes scheiterten zumindest bei mir an der schlechten Abstimmung der Anlage. Soundcheck rulez!!! Bei uns kamen nur Bässe an und die ziemlich schmerzhaft. Schade! Irgendwann war jedoch auch das überstanden und nach einer kurzen Umbaupause, in der sich die geschundenen Ohren erholen konnten, ging es los. VNV kamen auf die Bühne und rockten das Haus. Die Stimmung war bereits beim ersten Lied auf dem Höhepunkt. Es gab nach dem Titel soviel und so lange Applaus, dass die Jungs von VNVganz aus dem Häuschen waren. Das hatten sie bisher wohl noch nie. Nuja, das verwöhnte Berliner Publikum hatte lange auf VNV warten müssen. Die nun folgenden Titel waren gut gewählt. Das Konzert war eine gelungene Mischung aus neuem Album und den “Best of VNV”. Der Saal war außer Rand und Band. Der Sänger, Ronan, blieb stets mit dem Publikum in Kontakt undvforderte zum Mitmachen und MIttanzen auf. Es wurde gehopst, geklatscht und mitgesungen. Einfach nur geil! Herrn Junior sah ich indes nur wenig. Schon bezeiten suchte er sich ein “ruhiges” Plätzchen in der Nähe des Lichttechnikers. Auf Nachfrage, ob er denn auch so richtig abgerockt, geklatscht und mitgesungen hätte, kam lediglich ein “Nein! Ich mach mich doch nicht zum Affen!”. Das gibt ‘ ne Sechs von mir, da somit das Ziel des Konzertbesuchs verfehlt wurde. Ich habe mich jedenfalls so richtig zum Affen gemacht, mich heiser gesungen, mir Blasen geklatscht und richtig abgerockt. Thanks VNV!!! Es war einfach nur geil!
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Donnerstag, September 27th, 2007 |
Jaja, das haben alle schon gewusst. Ich merke es immer daran, dass die Unfallgefahr in den heimischen Wäldern rapide steigt. Wild gewordene Berliner sausen auf der Jagd nach Pilzen und Beeren mit ihren Autos durch die Wälder. Als Spaziergänger muss man da schon acht geben, den Hund an die Leine und die Kinder an die Hand nehmen. Wird mal nicht gerast, pilgert die Meute durchs Unterholz. In der linken Hand die Kippe, rechts das obligatorische Körbchen und das aufgeklappte Taschenmesser. Ich mache 3 Kreuze, wenn es keine Pilze mehr gibt und der Wald wieder Wald ist.
Doch auch meine Kinder haben ihre Sammelleidenschaft wieder entdeckt. Bis vor kurzem wurden Äpfel, Birnen und Pflaumen gesammelt, sodass Frau Mutter mit dem Kuchen backen nicht hinterher kam. Jetzt sind Kastanien und Eicheln angesagt. Während ich das Waldgemüse ausschließlich aus finanziellen Gründen gesammelt habe – der Tierpark Berlin war ein dankbarer Abnehmer – sammeln meine beiden Junioren nur zu ihrem Vergnügen. Besonders der Kleene scheint seinen Spaß beim Herstellen von Kastanienmännchentieren zu haben. In bewährter Manier präsentiere ich daher die Fliege und das Reh.
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Freitag, August 10th, 2007 |
Nachdem ich heute die werte Leserschaft mit meinem Bericht über das Naturkundemuseum gelangweilt habe, lege ich noch einen Beitrag nach. Der Urlaub ist zu ende und das erlebte muss blogtechnisch abgearbeitet werden. Noch mehr Text in:
[inspic=429,right,fullscreen,200]Auf nach Potsdam …
Das schöne Wetter ausnutzend, machten wir uns diese Woche auf den Weg nach Potsdam. Zielsetzung des Ausflugs war es, den Kindern und der Herzallerliebsten zu zeigen, wie der Preußische Adel seine Gärten und Schlösser gestaltete. Kurzum, es ging nach Schloss Sanssouci. Mit dem Picknickrucksack (Beachte Wort mit 4x ‘ck’
) und diversen Wasserflaschen ausgerüstet, fuhren wir nach Potsdam. Das Füttern des Parkscheinautomaten war die erste, der schwer zu lösenden Aufgaben. (weiterlesen …)
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Freitag, August 10th, 2007 |
[inspic=386,left,http://www.taxmantom.de/museum-fur-naturkunde-in-berlin#more-118,180]Als (Ost-)Berliner Kind gelte ich ja eigentlich als vorgeschädigt, wenn es um das Museum für Naturkunde geht. Irgendwie führte jeder zweite Schulausflug dorthin und ein Besuch in den Ferienspielen war obligatorisch. Das Bild mit dem Saurierskellet hat sich mir eingebrannt. In dem verstaubten Museum kenne ich jedes Exponat und alle Räume. 
Was macht man nun als verantwortungsvoller Vater, wenn die Sippschaft unbedingt (mal wieder) in besagtes Museum möchte. Man(n) fährt mit und…
(weiterlesen …)
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Dienstag, Juli 10th, 2007 |
Von meinen Kindern lernen, heißt fürs Leben lernen. Kulturell ungebildet wie ich bin, schätze ich den Erfahrungsaustausch mit meinen Kindern. Heute habe ich gelernt was ein Elfchen ist. Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, in meiner Schulzeit etwas von Elfchen gehört zu haben. Anlässlich des letzten Schultags wird der Versuch unternommen, Frau Lehrerin mittels selbst gebastelter Sachen die entbehrungsvolle Ferienzeit zu versüßen. Da werden Bilder gemalt, Zettel geklebt und Elfchen gedichtet.
Bei einem Elfchen handelt es sich um ein kurzes, aus 11 Worten bestehendes Gedicht. Die erste Zeile darf ein, die Zweite zwei, die Dritte drei und die Vierte vier Worte enthalten. Die fünfte und letzte Zeile besteht aus nur einem Wort. Anlässlich des tollen Sommers habe ich folgendes Elfchen erdacht:
Dienstag,
früh Feierabend
sonniger Heimweg – Vorfreude,
endlich auf der Terrasse
Regen.
Mehr Infos zum Thema Elfchen gibt es bei Wikipedia.
Nun kommts: Ich fordere hiermit die wenigen, mir wohl gesonnenen alle Leser auf ihr Elfchen zu diesem Sch***wetter Sommer zu posten. Wollen wir doch mal sehen, welche Kulturbanausen Künstler sich hier so tummeln. Ich bin gespannt.
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Montag, Juli 9th, 2007 |
Freitagabend, 20.00 Uhr, Berlin – Wühlmäuse:
Der Empfehlung des Blogkollegen folgend besuchte ich Hagen Rethers “LIEBE“. Eins vorweg, die Vorstellung war genial und von gnadenloser Länge.
Rether orientiert sich bei politischen Kabarett an der aktuellen Tagepolitik. Da gab es den mit Spiegeltitelseiten illustrierten Jahresrückblick. Da ging es um den Papst, die Juden, Moslems, Holländer, Polen, Iran, Irak, Libanon und die deutsche Politik mit allen/m. Ratzinger, Oettinger, Merkel, Schäuble und sein besonderer Spezi Grönemeyer – ein Feuerwerk an Namen und Worten. Da werden Klischees durch den Kakao gezogen und gnadenlos mit dem Patrichariat, der deutschen Innen- und Außenpolitik, der Angstmache abgerechnet.
—> http://www.youtube.com/watch?v=i7__yCAfxKk
Feministisch mag man das Kabarett nur nennen, wenn man Angela Merkel als Frau ausklammert.
Mittendrin ertönte aus der Reihe hinter mir mehrfach ein langgezogenes “Bööööööhse”. Herrlich boshaft ist er wirklich. Genau der Humor wie ich ihn liebe. Rether hinterfragt geschickt und regt zum Nachdenken an. Klavierspielen kann er auch. Da spielt er zwischendurch wunderbare klassische Stücke und quasselt nebenbei weiter. Genial!!!! Nach knapp 3 Stunden gab es denn noch die Zugabe: (siehe Video)
—> http://www.youtube.com/watch?v=gv2dS6IE4ow
Um 23:40 Uhr war ich wieder draußen. Ein Abend, der sein Geld wert war. Danke Herr Rether und wir sehen uns im November!
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Montag, Juli 2nd, 2007 |
[inspic=311,right,http://www.taxmantom.de/taxman-fotografiert/berlin-berlin,150]verweise ich auf meine neuen Fotos, die im Rahmen eines touristischen Ausflugs nach Berlin entstanden sind. Der dahinter stehende Lehrauftrag lautete, den Kindern die Gegend rund um den Alexanderplatz sowie die im Sachkundeunterricht angesprochene Weltzeituhr aus der Nähe zu zeigen. Und ja, ich weiß dass die Fotos sehr fernsehturmlastig sind. Mir hat es jedoch Spaß gemacht, den Telespargel/Protzkeule/Zahnstocher aus diversen Perspektiven abzulichten.
Vom ehemaligen Vorzeigeobjekt der DDR, dem “Palast der Republik” ist auch nicht mehr viel übrig. „Selektiver Rückbau“ nennt sich das, was da betrieben wird. Sehr selektiv sieht das denn doch nicht aus…
[inspic=342,left,http://www.taxmantom.de/taxman-fotografiert/himmel-uber-brandenburg,200] Desweiteren präsentiere ich den abendlichen Himmel über Brandenburg. Abendrot und Wolkendecke – ein lohnendes Motiv, wie ich finde. Die Fotos sind übrigens unbearbeitet und die Farben somit Original.
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Dienstag, Juni 5th, 2007 |
Dinge verschwinden, andere tauchen wieder auf. Einen Ohrwurm aus längst vergangenen Zeiten lasse ich hier wieder aufleben. (weiterlesen …)
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Freitag, Juni 1st, 2007 |
[inspic=280,left,,] Nach langer Zeit wagte ich mich gestern abend in meine Haus- und Hofvideothek. Dem üppigen Action- und Horrorangebot trotzend, fiel meine Wahl auf den neuen Film mit Robbin Williams. Hehe! Eine neue Komödie u.a. anderem auch noch mit Christopher Walken und Jeff Goldblum!
Die Beschreibung klingt auch noch vielversprechend:
Comedy-Superstar Robin Williams spielt den Top-Comedian Tom Dobbs – der geliebt wird, weil er die Dinge immer beim Namen nennt. Am Wahlkampf ums Weiße Haus beteiligt er sich eigentlich nur, um die Spitzenpolitiker des Landes direkt mit seinem Wortwitz zu attackieren. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Dobbs gewinnt!
Nach “Good Morning, Vietnam” und “Wag the Dog” ist Regisseur Barry Levinson erneut ein respektloser Comedy-Hit mit umwerfender Starbesetzung gelungen, der mühelos jede Wahl zur besten Komödie des Jahres gewinnen könnte!
Mischung aus Politsatire, Thriller und Liebesgeschichte um einen TV-Show-Moderator, der als US-Präsident kandidiert.
Den nehm ich. Was dann kam, war nicht lustig, sondern gesprochener Horror. Einen schlechter synchronisierten Film habe ich seit sehr, sehr langer Zeit nicht gesehen. Robin Williams ist mir mit seiner deutschen Synchronstimme seit meiner Kindheit bekannt. Die Stimmen von Christopher Walken und Jeff Goldblum kennt man auch aus etlichen Filmen. Für “Man of the Year” scheint man jedoch, die ZweitFünftbesetzung des Synchronstudios engagiert zu haben. Keine der Stimmen war “bekannt”, keine Stimme passte zu den Darstellern. Entfernt erinnerten mich die Dialoge an die in das deutsche Fernsehen importierten amerikanischen Werbespots. Ich wartete förmlich darauf, dass eine Telefonnummer für die Bestellung eingeblendet wird. Die deutschen Sprecher klingen so, als würden meine Kinder (8 und 10 Jahre) rollenspielmäßig aus einem Kinderbuch vorlesen. Da wird versucht, der “Stimme” einen amerikanischen/englischen Klang zu verleihen, im gleichen Atemzug jedoch das GPS (Global Positioning System) sehr deutsch als “GEH PEH ESS” ausgesprochen. 
Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte den Film im Original geniessenund so tun, als ob es die deutsche Tonspur gar nicht gibt. Die deutsche Version ist schlichtweg ungeniessbar und macht einfach nur schlechte Laune. 
Heute Abend gibt es denn “Blood diamond”. Der Film kann eigentlich nur besser sein.
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