Archiv für die ‘Italien 2010’ Kategorie
Sonntag, August 1st, 2010 |
Da unsere Reiseleitung der Meinung ist, dass man im Urlaub nicht nur am Strand liegen und Rad fahren sollte, ging es die Tage auf Entdeckungstour. Santo Stefano di Camastra bot der Reiseleitung genügend Anreize in Form von Keramik, sodass die ca. 1-stündige Fahrt und entsprechende Mautgebühren gerechtfertigt erschienen. Das mit der Keramik stimmte. Ansonsten erwies sich Santo Stefano di Camastra, das zumindest vom Namen sehr viel hermacht, als trauriges und irgendwie auch unansehnliches Nest mit jeder Menge Keramikfabriken und -lädchen. Da wir, Gott sei es gedankt, nur mit einem Kombi unterwegs sind, verzic
htete die Reiseleitung nach langem hinundher auf den Erwerb einer handbemalten, keramischen Tischplatte für die heimische Terasse - Maße ~ 50×150, Gewicht ca. 1 Tonne - und gab sich mit 2 sehr schönen und ebenfalls handbemalten Tassen für den heimischen Kaffee zufrieden.
So konnten wir nach einem Kurzen Abstecher zum Fototermin bei der der Guardia di Finanza unserer Rundreise in Richtung Etna fortsetzen.
Die Fahrt zum Etna/ dt. Ätna führte in endlosen Serpentinen, bergauf und bergab, auf bis zu 1500 Meter durch eine fantastische Landschaft und Schutzgebiete (Parco Naturale dei Nebrodi).
Als dann endlich der Etna
zu sehen in Sichtweite war, zog ein wirklich gigantisches Unwetter auf, das uns mit wahrhaftigen Wasserfluten sowie Blitz und Donner bergab spülte.

Erst in Küstennähe, also ca. 2 Stunden später, hellte der Himmel wieder auf und die Temperatur stieg von
eisigen 17°C auf angenehme 27°C. Kurzum, mit der Besichtigung des Etna und der vom Junior geplanten Entnahme von Boden- und Lavaproben wurde es nichts.


Dafür gab es störrische Jungrinder auf der Fahrbahn, die unbeeindruckt von jeglichem Lärm und Hupen keinen Millimeter zur Seite traten sowie das ein oder andere wie an den Berg geklatschte und nett anzusehende Örtchen. Und das ist ja auch was Wert.

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Freitag, Juli 30th, 2010 |
1. Auf Handzeichen verzichtet man hier in Italien lieber. Egal was man macht, macht man verkehrt. Da will ich mal nett sein und gewähre einer italienischen Autofahrerin die Möglichkeit zum Ausparken, geht das doch nach hinten los. Meine auf Schulterhöhe, mit den Handflächen nach oben zeigenden Hände sollten eigentlich andeuten, dass ich nicht weiter zurückfahren kann, da der Hintermann mir bereits auf der Pelle hockt. Ich weiß nicht was die Geste hier bedeutet, aber es ist mit Sicherheit nichts nettes. Das verbale Gewitter, das mich ereilte ist an Heftigkeit nicht zu überbieten. Mich retteten lediglich die hinter mit Hupenden.
2. Rollerfahrer anhupen kann sehr lustig sein. Gelegenheiten bieten sich häufig, da man stets und ständig von diesen Irren überholt und geschnitten wird. Reagiert man dann typisch Deutsch und hupt, kann man ein Donnerwetter erleben. Rollerfahrer sind im hiesigen Verkehr so etwas ähnliches wie Gott. Sie sind allgegenwärtig, können und dürfen alles!
AAAAMEN!
3. Kaktusfrüchte sollte man nicht klauen. Ja klar! Klauen sollte man eigentlich überhaupt nicht, aber Kaktusfrüchte eben auf gar keinen Fall! Die Stacheln dieser kleinen Früchte sind nicht zu beherrschen. Wir haben inzwischen 2 Pinzetten gekauft, da die Stacheln sehr schmerzhaft, ziemlich winzig und eben nicht anders zu entfernen sind.
Kleine Sünden straft der liebe Gott eben doch sofort.
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Freitag, Juli 30th, 2010 |
… und noch ein Panarama aus Umbrien.
Blick vom Garten unserer Unterkunft auf Preggio
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Donnerstag, Juli 29th, 2010 |
Zeit und Gelegenheit waren da, sodass ich mich endlich mal an Panoramaufnahmen versuchen konnte. Die bis zu 25 Einzelaufnahmen habe ich mittels Hugin zu Panoramabildern zusammengefügt.
Danke noch mal an Schrotti, der mich vor einger Zeiz auf die Möglichkeiten unter Ubuntu aufmerksam gemacht hat.
Es ist schon erstaunlich, zu welchen Ergebnissen Hugin kommt. Selbstversuche, Panoramen ohne zusätzliche Software mittels Grafikprogramm zu erstellen scheiterten nämlich jämmerlich.
Blick vom Berg bei unserem Haus auf Gioioso Marea (links) und San Giorgio-Magaro
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Montag, Juli 26th, 2010 |
Wie bereits angedeutet, sind wir erschöpft aber glücklich auf Sizilien gelandet. Vom Zwischenstop in Umbrien waren es noch einmal schlappe 1000km bis zum endgültigen Urlaubsziel. Da wir tagsüber fuhren, fiel die Fahreirei nicht so schwer wie die erste Etappe von Deutschland nach Italien. Sekundenschlaf gabs nicht und Schreckgefühle blieben weitestgehend den Italienischen Mitfahrern geschuldet. Hier Auto zu fahren kostet eine gute Portion Nerven. Permanent klebt einem jemand an der Stoßstange und drängelt den nur 60km/h fahrenden, Deutschen Schleicher mal mit Blinker, mal mit Fernlicht oder Hupe. Immerhin sind in der Baustelle 60 km/h erlaubt, und wo 60 steht, fährt der Italiener schon mal 120 Sachen. Auf Landstraßen, Autobahnen und Ortseingängen wird stets per Schild auf die Möglichkeit der elektronischen Verkehrsüberwachung hingewiesen. Das schreckt anscheinend nur uns Touri’s ab, denn Bremsen und angepasst langsames Fahren gilt als letzte zu ergreifende Möglichkeit der Einheimischen.
Spannend wird es, wenn man wie wir nach Sonnenuntergang mittels Navi den Weg über die Insel finden will. Navigon sollte ernsthaft überlegen, neben den Kategorien schnell, optimal, kürzeste Entfernung, … nach Größe und Länge der Autos gestaffelte Routen zu berechnen. Es ist unglaublich, wo man langeführt wird und noch unglaublicher, welche Wege man im Dunkeln vorwärts hoch und rückwärts wieder herunter kommt, ohne den Kombi zu schrotten. Okay, die Anhängerkupplung und die Bremsen haben mächtig gelitten – wir sind aber da, wo wir hinwollten. Inzwischen kenne ich auch Wege und Straßen, die für Fahrzeuge > Fiat Uno geeignet sind. Tip an alle Reisenden: Wo ein Bus lang passt, passt auch ein Kombi durch.
Unsere Wohnung liegt, wie man ahnen kann, mitten in der Pampa und theoretisch!!!! nicht weit vom Meer entfernt. In der Praxis sind es etliche Kilometer Passstraße und ca. 470 Höhenmeter bis zum Strand. Wir sehen es positiv, genießen die Ruhe und die schöne Aussicht auf Meer und Berge.


Gestern Abend gab es zur Abwechslung – wer mag schon dauerhaft schönes Wetter – die ersten Anzeichen des beginnenden Weltuntergangs. Dunkle Wolken zum Sonnenuntergang…

… und wenig später sogar Minitornado…

… und 12 Stunden Dauergewitter mit Dauerdonnern, Dauerblitzen und Dauerregen. Pünktlich zum Frühstück riss jedoch der Himmel auf und das Wetter war wieder im Lot.
Auf Wunsch der Dame unserer Reisegruppe ging es heute in das ca. 120km entfernte Cefalu. Strandpromenade und Altstadt sind von Touristen, fliegenden Händlern sowie irren Rollerfahrern überfüllt. Um den Stadtbummel kam ich trotzdem nicht herum, wurde dafür allerdings auch mit den besten Spaghettis meines Lebens belohnt.



Da mir die Rückfahrt via Autobahn zu langweilig erschien und ich nach mitgezählten!!!! 23km Tunnelröhre und geschätzen 20km Brücke/Viadukt mehr von Land und Leuten sehen wollte, nahm ich kurzerhand die erstbeste Ausfahrt und rollte übers Land. GROSSER FEHLER! Die von mir gewählte Route war teilweise gesperrt und führte über eine Passstraße, die meine Mitfahrerin zu Schweißausbrüchen und Angstschreien animierte. Ich nahms locker, denn immerhin war es hell.
Auch dieses Mal kamen wir heile ans Ziel und konnten noch ausgiebig im angenehm warmen Meer schwimmen und in der Wohnung wieder angekommen einen fantastischen Sonnenuntergang genießen..



…
… to be continued …
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Montag, Juli 26th, 2010 |
Die erste Woche verging wie im Fluge mit superschönem Wetter und viel zu viel gutem Essen. Das Essen, naja zumindest die Vorspeisenplatte, hat ja bereits 2fach Eingang bei Facebook gefunden. Sightseeing und Ruhe hielten gut die Waage. So konnten wir erneut Eindrücke von Assissi und Gubbio sammeln, 2 Städchen also, die wir vom letzten Jahr in guter Erinnerung hatten. Ansonsten kann man hier die Natur und zahlreiche Tierchen genießen. Schmetterlinge, Insekten, Eidechsen, Schlangen und Skorpione sind hier mehr oder weniger reichlich unterwegs. Um niemanden mit den Hunderten Bildern zu erschlagen, habe ich eine kleine Auswahl zusammengestellt.







Und jetzt gehts weiter, Sizilien erkunden…
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