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Archiv für die ‘aus dem wirklichen Leben’ Kategorie

Muttersöhnchen

Donnerstag, Januar 22nd, 2009 |

War das schon immer so?

Herr Junior wurde gestern von einer Freundin (die mit ihren fast 12 Jahren wohl auch schon öfter mal als Zickchen und Tussi auftritt ← Das sagen natürlich andere. Ich würde mich zu derartigen Äußerungen nicht hinreißen lassen. Für meinen herzlichen und liebevollen Umgang mit fremden und Nachbarskindern bin ich stadtbekannt.:roll:), als Muttersöhnchen bezeichnet. Begründet wurde dies mit der Tatsache, dass Herr Junior keine Bravo kauft. :neutral:

Immerhin habe ich als kindlicher Jugendlicher/ jugendliches Kind auch keine Bravo gekauft.
Jaja, die gab es bei uns ja auch nicht. (Wir hatten ja 40 Jahre nichts! :mrgreen:) Aber selbst wenn es die gegeben hätte, wäre mir mein Geld zu schade gewesen. Bis auf ein oder zwei Poster war auch nichts drin, was mich zwischen pre- und postpubertäter Phase interessiert und zum Geld ausgeben animiert hätte.

bravode.jpg So habe ich mich eben mal bei BRAVO.de reingeklickt. Da hat sich nicht viel geändert. Zielgruppe sind nach wie vor wohl Mädchen, die dann eben auch noch Musik hören, die im Hause tAXMAN (nach Meinung des Hausherren) eh nicht gespielt werden dürfte. BRAVO lesen ist für mich die Vorstufe zum degenerierten Bildleser. Gut so, dass Junior keinen Draht dafür hat. Der Anflug von Sorge, der mich beim Hören der Muttersöhnchengeschichte befiel, ist denn auch wieder weg. Er ist eben ganz Vaters Sohn. Die Art von Musik die wir hören und die Themen die wir lesen, werden in 100 Jahren nicht in diesem Tussiblatt stehen.

Jetzt bin ich wieder beruhigt. Ein guter Junge und Vatersöhnchen! :grin: Naja, … Es sei denn er stiebitzt mir wieder die c’t. Dann soll er lieber doch tussig werden und die BRAVO lesen.  :cool:

Warum?

Donnerstag, Januar 1st, 2009 |

Warum tue ich mir das an? Wir haben den 31.12.2008, Silvester, es ist 7:00 Uhr und ich muss aus dem Bett. Das sportliche Finale eines sportlichen Jahres steht an, der Silvesterlauf über 17,8 km von Zossen nach Ludwigsfelde.

Draußen ist es noch dunkel und schweinekalt. -8°C zeigt das Thermometer. Sozusagen optimale Laufbedingungen.  :???: Gegen 8:30 Uhr bin ich in Zossen und erledige die Anmeldeprozedur. Mein Kumpel Stuart ist auch schon da. Der Lauf ist eine der wenigen Gelegenheiten die wir haben, um mal in Ruhe zu quatschen. Da wir uns vorgenommen haben, die Vorjahreszeit von ~1:35:00 Stunden zu unterbieten, würde zumindest meine Luft knapp und ich etwas ruhiger werden. Um 9:00 Uhr gabs warme Worte von der unsportlichen Bürgermeisterin und den Ehrenstart vor dem Rathaus Zossen, wenige hundert Meter und 15 Minuten später den scharfen Start in meinem Heimatnest Nächst Neuendorf. Die Temperatur betrug inzwischen wohl -6°C. Entgegen allen Befürchtungen fror ich jedoch nicht. Stuart gab eine alte Läuferweisheit zum Besten: “Wer vor dem Start nicht friert, ist für den Lauf zu warm angezogen!” und sollte damit Recht behalten. :oops: Nach nicht mal einem Kilometer schwitzte ich wie ein Affe aus allen Poren, zog die Handschuhe aus und öffnete den Kragen der oberen Kleidungsschicht,  konnte mich jedoch nicht aufraffen, eine der 3 Hosen auszuziehen.  :mad: WARUM zum Teufel habe ich mich nicht an meine gewohnte Kleiderordnung gehalten?

Die ersten 12 Kilometer über unebenen und gefrorenen Boden verliefen nach Plan. Wir überholten etliche Läufer und lagen mit ~4:50 Minuten pro Kilometer prima im Zeitrahmen, um die gesteckte Zielzeit von 1:30:00 Stunde zu erreichen. Bei Kilometer 13 fiel ich jedoch in ein “Tief”. Die Luft war raus, die Beine butterweich und zugleich steinhart, der gesamte tAXMAN einfach nur platt, lustlos, inzwischen unmotiviert und innerlich weich und weinerlich. Der Drang einfach stehen zu beleiben, ‘ne Pause zu machen, den ganzen Kack hinzuschmeißen wurde so mächtig wie noch nie. WARUM? Warum tue ich mir diesen Scheiß an? :evil: Ich könnte noch im warmen Bett liegen! :twisted: Stuart gab sein Bestes, um mich aus meinem mentalen Loch zu holen. Meinen Gedanken, über einen gefrorenen Erhuckel zu stolpern oder einfach auf einem der zahlreichen Eispfützen auszurutschen und liegenzubeleiben hat er mir unermüdlich und nicht locker lassend wegquasselt und mit jeder Menge Läuferweisheiten weggefegt. Locker bleiben, richtig Atmen, Arme und Schultern lockern, …

Nuja… Irgendwann waren wir in Ludwigsfelde. Meinen Rhytmus, die mir sonst eigene Lockerheit, habe ich nicht mehr gefunden. Mit sehr viel Kraftaufwand ereichten wir das, was ich als mein Limit bezeichne, sowie das Ziel nahezu gleichzeitig. Bei 1:27:12 Stunde   liefen wir “Hand in Hand” ins Ziel. Kurioser Weise haben wir auf dem letzten Kilometer sogar noch einige Läufer überholt. Ich fühlte mich ja schon mies. Was haben die gefühlt haben, von einem taumelnden tAXMAN überholt zu werden?

Fragt mich nicht wie, aber irgendwie haben wir es geschafft,7 Minuten schneller als noch vor einem Jahr zu sein (Der Ganzkörpermuskelkater, vor allem im Schulterbereich spricht deutlich Bände für verkrampftes Laufen). Nach kurzer Verschnaufpause und intensivem Kampf mit dem Brechreiz schoss mir die Antwort auf die vielen Warums durch den Kopf. Ankommen! Die eigenen  Grenzen erfahren und überschreiten. Gesetzte Ziele erreichen! Und eben diese Dinge mit einem Freund erleben. Jupp! Das isses! Das macht es möglich und eben auch wert. :lol:

Danke Stuart. Schön, dass du mich nicht “am Baum hast hängen lassen”.   :wink:

Meine Herren Junioren haben ihren Silvesterlauf über 2,8km gemeinsam absolviert. Lediglich kurz vor dem Ziel gab es einen Kampf um den besseren Platz. Beide hatte ihren “Spaß”, ein gemeinsames Erlebnis und in der Wertung die jeweils dritte Platzierung in ihrer Altersklasse. :razz:

Alles in allem war der Silvesterlauf ein würdiger Abschluss für das Sportjahr 2008. Trotz einiger Tiefschläge, körperlicher Gebrechen und gemeiner Verletzungen hat  mich das Jahr 2008 ein großes Stück weitergebracht. Das erste “große” Wettkampfjahr hat mich einiges an Startgeldern gekostet,  an großen und kleinen Veranstaltungen teilnehmen lassen,  nach Hamburg geführt und ‘nen neuen Freund finden lassen. Hochs und Tiefs im Wechsel. Festzuhalten bleibt, dass man nie zu alt für Neues oder für Weiterentwicklung ist. Mit Konsequenz und Willen, etwas Planung und häuslicher Unterstützung kann man immer was reißen.

Never give up! Gesundes neues Jahr und Sport frei! :grin: Alles Gute für 2009!

Das meint übrigens die Presse: Sportlicher Jahresausklang – 31. Auflage des Silvesterlaufs Zossen-Ludwigsfelde

Rauchen…

Dienstag, Dezember 30th, 2008 |

rauchen.jpg Rauchen ist natürlich keine Sucht! Vielleicht ein Laster! Höchstens eine schlechte Angewohnheit! Aber was treibt einen Raucher bei MINUS 4°C in (mutmaßlich feuchter) Badehose und lediglich mit seinen Schuhen und Handtuch bekleidet vor die Tür der Flämingtherme? Zum einen das inhäusige Rauchverbot. Aber mehr Gründe fallen mir dann auch nicht mehr ein. Irgendwie krank, oder?! :eek:

Xbox 360 – Ärger mit den Profilen

Freitag, November 28th, 2008 |

Gestern war es endlich soweit! Frau tAXMAN war beim Yoga, die Kinder im Bett und der gute trinec online. Kurz entschlossen habe ich meinen bestehenden Xbox-Live-Account per Kreditkartenzahlung in einen Gold-Account umgewandelt, um (nach dieser Methode) endlich mal online spielen zu können. Das funktionierte alles eigentlich auch ganz gut. Nach nur wenigen Minuten kämpfte ich in GTA IV gegen trinec. Der EEE, der ja als WLAN-Bridge dient, hat mehrere Stunden problemslos im Akkubetrieb durchgehalten.

Die Sache hat leider einen Haken, denn mein Xbox-Live-Gamertag lautet, einfallslos wie ich bin, tAXMANTOMDE. Mein offline genutztes, mit üppigen Gamerpoints ausgestattetes Profil mit dem Namen tAXMAN ließ sich nämlich nicht in einen Xbox-Live-Account umwandeln, da irgendein bösartiges Wesen diesen Namen bereits nutzt. Nun habe ich also 2 Accounts. Einen mit allen erspielten Gamerpoints und Spielständen und einen mit nichts und einer wertvollen Live-Mitgliedschaft! Na und werden einige sagen! Wo ist das Problem? Das Ärgernis ist, dass eben jene erspielten Gamerpoints die knallharte Währung bei Xbox-Live sind. Wer viel und gut zockt, Aufgaben und Boni in Spielen löst, erhält dafür Gamerpoints. Für diese Points kann man sich Add-ons, Zusatzmaps, Spiele, … bei Xbox-Live kaufen. Ich müsste außerdem alle bereits unter tAXMAN durchgespielten Spiele erneut spielen, da ein Übertrag der Speicherstände auch nicht möglich ist.
Klar, man kann auch Gamerpoints gegen richtiges Geld erwerben, aber das hieße in meinem Fall ja Geld zum Fenster hinaus werfen, wo ich doch einige Pünktchen auf meinem tAXMAN-Konto habe.

Nun habe ich mich gestern belesen und es mit der Änderung meines Offline-Profilnamens versucht. tAXMAN (der mit den vielen Punkten) wurde zu tAXMAN969. tAXMAN969 versuchte sich bei Xbox-Live anzumelden um dort mit tAXMANTOMDE zu fusionieren. Emailadresse und und Passwort des Live-Accounts wurden sogar angenommen. Doch der Übertrag der Punkte von tAXMAN969 auf tAXMANTOMDE funktioniert nicht. Fehler! Wenden Sie sich an http://www.xbox.com/support Fehlernummer: 12345678. Auch das Löschen des Live-Kontos auf der Platte und mehrerer erfolglose Versuche den Offline-Account irgendwie an den Live-Account zu binden oder die Punkte zu übertragen funktionierten nicht.

Ich hätte vor dem Erstellen meines Live-Accounts die Namensänderung durchführen, die Verfügbarkeit des Gamertags (muss identisch mit Profilnamen sein, das sonst ein Zweitprofil mit NULL PUNKTEN angelegt wird) prüfen und mich erst dann anmelden sollen. Aber wie soll man als Neuling die Tiefen von Microsofts Profilpolitik durchschauen können. Klar, Spielstände sind bei der Xbox echtes Geld wert. Deshalb kann man nicht einfach Spielstände weitergeben und/oder kopieren. Aber dass das dann so ausartet?

Ich werde nachher die Hotline anrufen und probieren, die bezahlte Mitgliedschaft auf einen noch neu abzuschließenden Account übertragen zu lassen. Gamertag für Xbox-Live und der lokale Profilname werde ich dann pedantisch abgleichen. :eek:

Mehr dazu dann hier! :neutral:

–> UPDATE <–

Highway to Spam…

Mittwoch, November 26th, 2008 |

Seit langer Zeit bin ich Kunde bei t-mobile und mit dem was die da so anbieten auch ganz zufrieden. So bin ich denn auch nicht abgeneigt, im Rahmen der Vertrags- und Kostenoptimierung weitere Familienmitglieder dort unterzubringen. So ist mir seit einiger Zeit die O2-Karte des Juniors ein Dorn im Auge, während der kleene Junior noch eine Karte bräuchte. Wären die beiden auch bei t-mobile, könnten wir im Rahmen meiner Weekend-Flatrate kostenlos und sonst eben auch deutlich günstiger telefonieren.

So kam mir die von trinec empfohlene Aktion von t-mobile sehr gelegen, um das Providerwechselvorhaben vorsichtig in die Wege zu leiten. Zwei kostenlose Xtra-Card mit 3,-€ Guthaben und weiteren Vorteilen schienen mir ein gelungener Einstieg und ‘ne nette Promoaktion zu sein.

Also klickte ich mich flott zur Anmelde- und Bestellseite, tipperte meine Daten ein und kam zu den berühmten 2 Häkchen. Ein Haken steht dafür, dass ich die Geschäftsbedingungen akzeptiere. Okay! Klick! Tu’ ich doch gerne. :grin: Haken 2 steht für

Ja, ich möchte Informationen/Angebote von der Deutschen Telekom AG und T-Mobile Deutschland GmbH über Produkte und Dienstleistungen direkt per E-Mail, Telefon, SMS oder MMS erhalten. Zu diesem Zweck speichern und verwenden diese Unternehmen meine hier eingegebenen Daten. Gilt nur für Bestandskunden der Deutschen Telekom AG und der T-Mobile Deutschland GmbH: Ich bin damit einverstanden, dass meine bei den Unternehmen der Deutschen Telekom Gruppe hinterlegten, erforderlichen und freiwillig angegebenen Vertragsdaten weitergeleitet und von diesen einzeln oder gemeinsam bis zum Ende des Kalenderjahres, das auf die Beendigung des jeweiligen Vertrages folgt, zur Kundenberatung, Werbung und Marktforschung verwendet werden. Weitere Information entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen. Ich kann meine Zustimmung jederzeit gegenüber einem Unternehmen der Deutschen Telekom Gruppe widerrufen.

:mad: Nuja, zu Werbung, Angeboten, Nerverei per Telefon und SMS, per Post oder wie auch immer habe ich meine spezielle Meinung, die durch eben diese Angebote geprägt wurde. Ich will meine Ruhe und keine Anrufe, Sonderaktionen, Superspezialtarife, Einsparmöglichkeiten oder was auch immer, sondern einfach nur die Karte für die Junioren. Und aus diesem Grunde verweigere ich, wie bei allen anderen Onlineformularen sonst auch, meine Zustimmung für den Freibrief mich zuspammen zu dürfen. Das Kästchen blieb also leer und ich klickte auf weiter um meine Bestellung abzuschicken. Statt der Bestellbestätigung erschien indes erneut die Anmeldeseite mit dem dezenten Hinweis

Bitte überprüfen Sie die Bestätigung der Einwilligungserklärung (farblich gekennzeichnet).

Überprüfen? Wie jetzt? Ich habe meine Entscheidung das Häkchen nicht zu setzen gut durchdacht und bewusst so gehandelt. Ihr bekommt ‘nen neuen Kunden und ich keine Werbung? Wo ist das Problem?

Leider funktionierte das bei so nicht. Ohne Werbung keine Karte. Die ganze Aktion ist für’n Arsch. Und genau da darf sich t-mobile seine kostenlosen Xtra-Cards auch hinstecken. Meine Ruhe ist mir mehr wert, als 3 Euro Startguthaben. :evil:

Räuchern mit Hindernissen…

Sonntag, November 16th, 2008 |

Vor 2 Wochen berichtete ich ja über mein AMC-Kocherlebnis, das zumindest ein besonderes kulinarisches Highlight geboten hat. In nicht mal einer halben Stunde wurde in dem ca. 800,- € teuren Topf eine Lachsforelle geräuchert. Das war ja was für mich. Fisch ist lecker und gesund. Sowas wollte ich auch gerne machen.

Wieder zuhause angekommen, erkundigte ich mich bei Ebay über die Möglichkeiten zuhause zu räuchern. Und da war er! Ein Tischräucherofen, der meinen Ansprüchen entsprach und mit nicht mal 30,-€ in mein Budget passt. Gesagt, getan, gekauft.

Am Dienstag dieser Woche wurde das “Gerät geliefert”. Im Kühlschrank fand sich etwas Putenbrust, die für meinen ersten (zugegeben aus der Hüfte geschossenen) Räucherversuch herhalten sollte. Die Vorbereitungen wurden getroffen, die Spiritusbrenner gefüllt und das Räuchermehl aufs Blech gesträut. Die Gebrauchsanleitung des Geräts gab zu meinem Leid nicht sehr viel her. Und so kam es, wie es kommen musste… :eek: (weiterlesen…)

Mysterium…

Mittwoch, November 5th, 2008 |

Computer und ihre Betriebssysteme machen hier und da Probleme. Manche Probleme entstehen auf mystische Art und Weise, sozusagen ohne Zutun von Irgendjemand oder Irgendwas. Aussagen wie “Ich habe nichts gemacht!” oder “Neulich funktionierte es noch, bis DU dies oder das gemacht hast…” tragen wenig bis gar nicht zur Aufklärung bei. Meine Erfahrung und jede Menge geflügelter Weisheiten bringen jedoch etwas Licht ins Dunkel. Begriffe wie “PEBCAK: Problem exists between Chair and Keyboard.” oder die eingedeutschte Variante: “Der Fehler sitzt immer vor dem Monitor.” weisen dezent auf die eigentliche Ursache hin. Wenn man Vater und Systembetreuer von Jemand ist, der sich tAXMAN-Junior nennt und dieser gerade 11 Jahre alte Jemand trotz eingeschränkter Benutzerrechte stets und ständig System- und Programmeinstellungen zu pimpen (Anm. pimpen= aufmotzen / tunen) versucht, braucht man starke Nerven und ein dickes Fell sowie große Taschen zum vollhauen für Ausreden. (weiterlesen…)

Halloween und AMC

Samstag, November 1st, 2008 |

Ein Jahr ist es her, da habe ich mich über die Einfalts- und Sinnlosigkeit von Halloween beschwert. Gestern war es wieder soweit. Der kleine Junior begab sich am Nachmittag zu Nachbars Mädchen, um sich gebührend auf den abendlichen Umzug vorzubereiten. Ein “Hexenumhang”, bestehend aus 3 Tüchern, wurde genäht und die Augenbrauen dunkel angemalt :neutral:. “Nähen ist sehr anstrengend, Papa!” :razz:

Gegen 18:00 Uhr gingen die 3 Kinder dann auf Raubzug. Mit einem Spruch der mir gerade entfallen, in etwa aber genauso originell wie die anderen Einzeiler ist, ging es auf Raubzug. Ich muss zugeben, dass mich der Umfang der nach 1 1/2 Stunden erbeuteten Süßigkeiten nicht nur überrascht, sondern erschüttert hat. Deutschlands Wirtschaft liegt am Boden, die Börse zittert, alle Welt jammert und mein Kind kommt mir mehr als 3kg –> in Worten DREI KILOGRAMM <– Gummibärchen, Popkorn, Nüssen, Schokolade und Schokeriegeln, diversen Mickymausheften, zerquetschten Gummiaugen, Gummihirnen, Gummivampir- und zombiezähnen nach hause. Unglaublich! Wer soll soviel Süßes essen, so viele Kalorien verbrennen? Es sieht so aus, als müsste die komplette Familie da mitnaschen

Mich traf indes ein anderes Schicksal. Wie üblich, halte ich mich wegen des ständigen Geklingels und der daraus resultierenden Aggressionen zu Halloween möglichst nicht zuhause auf. Eine Einladung zum Essen bei Freunden in Berlin bot eine hervorragende Möglichkeit, sich aus dem Staub zu machen. Das Essen entpuppte sich als Verkaufsveranstaltung eines renommierten Topfherstellers. Herr Vertreter und seine Frau kochten 12 Gänge für die versammelte Mannschaft. Diverse Brote wurden in den Töpfen gebacken, eine Lachsforelle geräuchert, Suppe gekocht, Nudelauflauf zubereitet u.v.m..

Leider kam der Vertreter von Beginn an ziemlich anmaßend, aggressiv und unhöflich ‘rüber. Das gab sich zwar etwas im Laufe des Abends, fand jedoch seinen Höhepunkt nachdem er Kärtchen austeilte um auf Adressenfang für neue Kundschaft zu gehen. Zu seinem Leid und meiner heimlichen Schadenfreunde verweigerte jeder Gast das Ausfüllen des Kärtchens. Zu groß ist offensichtlich die Angst, mit Name, Adresse und Telefonnummer in die Kartei einer weiteren Vertriebskette zu wandern.

Die präsentierten AMC-Töpfe indes überzeugten durch Funktionalität. Der Preis ist jedoch indiskutabel. Ca. 3500,-€ für ein Topfset, das zwar Zeit und Energie spart, mir aber das Küchen- und Kochambiente bei einer Flasche Wein, Topfgucken und Umrühren nimmt, sind für ein kleines Licht wie mich denn auch zuviel und eigentlich nicht wünschenswert. Kochen heißt für mich eben nicht nur Zutaten in den Topf legen, 12 Minuten warten und essen. Ich liebe es am Herd zu stehen, in die Töpfe zu gucken, Weinchen zu trinken und zwischendurch umzurühren und zu kosten. Das entgeht einem bei den Töpfen, denn um das Topfklima zu wahren, darf der Deckel nicht geöffnet werden.

Interessant war es allemal. Zum Kaufen des Zeugs fehlts momentan wohl nicht nur am Finanziellen…:roll:

Erwischt!

Montag, Oktober 27th, 2008 |

Das Verhältnis zwischen meinen Kindern und mir ist ein grundsätzlich auf Vertrauen basierendes. Frau tAXMAN und ich halten es mit der Wahrheit und auch mit gegebenen Versprechungen. Wenn wir sagen, dass Mittwoch Kinotag ist, ist Mittwoch definitiv Kino angesagt und nicht wie in anderen Häusern eine faule Ausrede.

Gleiches erwarte ich von meinen Kindern und eigentlich hat das bislang auch gut geklappt. Absprachen wurden eingehalten und beim Schwindeln habe ich sie auch noch nicht erwischt. Nuja, bis gestern…

Meine 2 Konsolengamer waren ganz wild auf ein Spiel, das eigentlich nicht für ihre Altersklasse freigegeben ist. Man kann da so prima Auto fahren, die Gegend erkunden und kommt sich ziemlich cool wie ein Großer vor. Alle Bedenken ignorierend wurde den Knaben die Nutzung des Spiels unter Auflagen gestattet. Auto fahren ja, Gegend erkunden auch ja, Leute verprügeln oder die Benutzung von Schusswaffen indes waren untersagt. Bei meinen Spontanbesuchen im Kinderzimmer gab es bis dato auch keine Anhaltspunkte für regelwidriges Verhalten. Bis gestern!

Als ich zum Abendessen rufen wollte und das Kinderzimmer betrat, rief $namekind2 $namekind1 “Mach schnell weg!” zu. Schwupps wurde ein Statusbildschirm aufgerufen und nur Sekunden später das komplette System per Steckdosennotschalter gekillt. :shock: Das macht mich neugierig. Sehr neugierig!

Folgender Dialog ergab sich danach:
tAXMAN: “Was macht ihr denn da?”
$namekind1: “Nichts!”
$namekind2: “Wir haben das nicht gemacht!”
tAXMAN: “Worum handelt es sich denn bei dem das, das ihr nicht gemacht habt?”
$namekind1: “Nichts! Wir haben nichts gemacht!”
Es folgte weiteres Hin-und Herfragen, bis $namekind2 folgende Aussage machte:
$namekind2: “Ich war das nicht! Das war die Idee von $namekind1!”

Damit war die Katze aus dem Sack, ohne dass ich wusste, was die beiden denn nun gemacht hatten. Ich musste als noch einmal auf den Busch klopfen.
tAXMAN: “Habt ihr euch etwa Waffen besorgt?”
2 Blicke, die mehr als Worte sagten.
tAXMAN: “Ihr haltet euch also nicht an unsere Absprachen und schwindelt mich dann auch noch an!?”
Betroffenes Schweigen! 1 Minute später erklärten beide, wie sehr es ihnen doch leid tut, sich Waffen per Cheatcode besorgt zu haben um in der Gegend herumzuballern. Für ihre Spinnerei entschuldigten sie sich und erklärten, dass das nicht wieder vorkommen würde. Das Spiel, bei dem es sich um ein älteres Playstation 2 -Spiel handelt, habe ich mit einem Scherenschnitt entsorgt. Schade um das Geld, aber ein Zeichen zu setzen war mir in dem Moment wichtiger. Weitere Sanktionen haben wir nicht getroffen. :???:

Okay, okay! Das ist jetzt nicht wirklich ein Drama. Insgeheim habe ich schon damit gerechnet, dass die 2 irgendwie, irgendwas heimlich machen. Wer hat das als Kind nicht gemacht. Dass ich jedoch angesponnen werde, obwohl ich sie quasi frisch auf der Tat erwischt habe – sie konnten ja nicht wissen, was ich (nicht) gesehen habe – betrübt mich schon etwas. Vorbei sind die Zeiten, in denen die 2 gewissenhaft das taten, was Mama und Papa wollten. Sieht so aus, als müsste ich doch öfter mal was hinterfragen und überprüfen, denn die beiden haben es faustdick hinter den Ohren. :eek:
Wie haltet ihr es mit euren Kindern? Vetraut ihr ihnen blind, kontrolliert ihr und was macht ihr, wenn sowas wie das oben geschilderte passiert?

Wenn man(n) älter wird, …

Sonntag, September 21st, 2008 |

schwindet die körperliche Leistungsfähigkeit. So oder so ähnlich habe ich mir das jedenfalls vorgestellt, als ich vor einigen Jahren die Schwelle des 30-sten Lebensjahres überschritten habe. Natürlich wollte ich das so nicht hinnehmen und habe nur wenig später alles daran gesetzt, den alternden, übergewichtigen und von täglich 2 Schachteln Zigaretten lädierten Kadaver wieder in Schuss zu bringen. Ich habe das mit einer Konsequenz gemacht, die mir nur wenige zugetraut haben. Aus dem Dickerchen, wie mich damals “liebevoll” ein “Freund” bezeichnete, wurde der tAXMAN, der keine Trainingseinheit ausfielen ließ. Laufen, Radfahren, Schwimmen und Fitnesstraining im Studio halfen mir, meine vorgezogene Midlifecrisis zu bewältigen, überflüssige Pfunde abzuschmeißen und neue Ufer zu erreichen. Aufmerksame Leser dieses Blogs durften ja bereits an dem ein oder anderen sportlichen Erfolgserlebnis teilhaben. (weiterlesen…)

Willkommen

Auf den folgenden Seiten starte ich den verzweifelten Versuch ein Blog am Laufen zu halten. Wer hereinschaut wird zwangsläufig mit meiner Meinung, meinen Hobbies und ... weiterlesen
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