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Archiv für die ‘Atemnot’ Kategorie

tAXMAN rennt – 11/2009 – 15,7km Dabendorfer Herbstlauf

Sonntag, September 27th, 2009 |

Nach einer langen Nacht mit Konzertbesuch und abschließendem Geburtstagsbier beim Bekannten im Dorf, ist es selbstredend ein Highlight, wenn am nächsten Tag ein Wettkampf ansteht. Bloß gut, dass der Start beim Dabendorfer Herbstlauf am frühen Nachmittag um 14:00 Uhr und nicht wie sonst üblich um 10:00 Uhr war. Der Schlafmangel hielt sich somit in Grenzen. Hochmotiviert traf ich gegen 13:00 Uhr am Dabendorfer Sportplatz ein. Heute wollte ich mich gründlich einlaufen und dehnen und mit gut präparierten Beinen ins Rennen gehen. Die letzten 4 Läufe der Saison darf ich nicht verpatzen, wenn ich den 2 Platz in der Cupwertung 2009 nicht vergeigen will.

dabendorfer-herbstlauf-2009 Gut aufgewärmt und mit einem Powergel versorgt ging es um 14:00 Uhr an den Start. Das Läuferfeld bestand aus Läufern, die über 5km, 10km, 15,7km an den Start gingen. Es war mal wieder schwer einzuschätzen, wer direkte Konkurrenz war und wer nach der ersten oder zweiten Runde Schluss machte. Wie gewohnt ging es zackig zur Sache. Nach 3:46 Minuten war ich an der 1km-Marke. Zeit etwas Tempo herauszunehmen, wenn ich den Lauf überleben wollte. Die Stecke war eine Mischung aus Buddelkasten und Straße. Knöchelhoher Sand und Asphalt wechselten jeweils zur Hälfte einer Runde.

Mich störte das jedoch nicht. Ich war gut drauf und lief die ersten 2 Runden so  locker und entspannt wie schon lange nicht mehr.Zwischenzeiten nahm ich auf den mit Schildern markierten 5km-Abschnitten und war mehr als zufrieden mit mir. In Runde 1 brauchte ich 20:47 Minuten, in Runde 2 21:35 Min und in der letzten Runde 22:17 Min. für die 5km-Abschnitte. Die letzte Runde war die Hölle. Die Lockerheit war denn irgendwann weg. Der Sand hatte einiges an Kraft gekostet. Die Konkurrenz holte langsam auf und ich musste wirklich an die Grenze gehen, um nicht doch noch überholt zu werden. Mit 183-er Puls und sehr lauter Atmung “schleppte” ich mich in Ziel. 1:08:09 h gab die Uhr zum Besten. Zwar 2 Minuten schneller als im letzten Jahr machte ich mir doch wenig Hoffnung auf eine Platzierung. Dieses Mal sollte ich mich jedoch irren, denn ich durfte doch noch aufs Treppchen. Platz 3 in der AK M40 ließen mich nach etlichen 4-ten Plätzen jubilieren. Jetzt stehen noch 3 Läufe mit Cupwertung aus. Und denen blicke ich recht zuversichtlich entgegen.  :8)

Zahlenkrams:

Distanz: 15.70 km Zeit: 01:08:09
Geschwindigkeit: 13.9 km/h
Pace: 00:04:20/km ≈ 4.3 min/km (?)

Platz 3 AK M40

Warum?

Donnerstag, Januar 1st, 2009 |

Warum tue ich mir das an? Wir haben den 31.12.2008, Silvester, es ist 7:00 Uhr und ich muss aus dem Bett. Das sportliche Finale eines sportlichen Jahres steht an, der Silvesterlauf über 17,8 km von Zossen nach Ludwigsfelde.

Draußen ist es noch dunkel und schweinekalt. -8°C zeigt das Thermometer. Sozusagen optimale Laufbedingungen.  :???: Gegen 8:30 Uhr bin ich in Zossen und erledige die Anmeldeprozedur. Mein Kumpel Stuart ist auch schon da. Der Lauf ist eine der wenigen Gelegenheiten die wir haben, um mal in Ruhe zu quatschen. Da wir uns vorgenommen haben, die Vorjahreszeit von ~1:35:00 Stunden zu unterbieten, würde zumindest meine Luft knapp und ich etwas ruhiger werden. Um 9:00 Uhr gabs warme Worte von der unsportlichen Bürgermeisterin und den Ehrenstart vor dem Rathaus Zossen, wenige hundert Meter und 15 Minuten später den scharfen Start in meinem Heimatnest Nächst Neuendorf. Die Temperatur betrug inzwischen wohl -6°C. Entgegen allen Befürchtungen fror ich jedoch nicht. Stuart gab eine alte Läuferweisheit zum Besten: “Wer vor dem Start nicht friert, ist für den Lauf zu warm angezogen!” und sollte damit Recht behalten. :oops: Nach nicht mal einem Kilometer schwitzte ich wie ein Affe aus allen Poren, zog die Handschuhe aus und öffnete den Kragen der oberen Kleidungsschicht,  konnte mich jedoch nicht aufraffen, eine der 3 Hosen auszuziehen.  :mad: WARUM zum Teufel habe ich mich nicht an meine gewohnte Kleiderordnung gehalten?

Die ersten 12 Kilometer über unebenen und gefrorenen Boden verliefen nach Plan. Wir überholten etliche Läufer und lagen mit ~4:50 Minuten pro Kilometer prima im Zeitrahmen, um die gesteckte Zielzeit von 1:30:00 Stunde zu erreichen. Bei Kilometer 13 fiel ich jedoch in ein “Tief”. Die Luft war raus, die Beine butterweich und zugleich steinhart, der gesamte tAXMAN einfach nur platt, lustlos, inzwischen unmotiviert und innerlich weich und weinerlich. Der Drang einfach stehen zu beleiben, ‘ne Pause zu machen, den ganzen Kack hinzuschmeißen wurde so mächtig wie noch nie. WARUM? Warum tue ich mir diesen Scheiß an? :evil: Ich könnte noch im warmen Bett liegen! :twisted: Stuart gab sein Bestes, um mich aus meinem mentalen Loch zu holen. Meinen Gedanken, über einen gefrorenen Erhuckel zu stolpern oder einfach auf einem der zahlreichen Eispfützen auszurutschen und liegenzubeleiben hat er mir unermüdlich und nicht locker lassend wegquasselt und mit jeder Menge Läuferweisheiten weggefegt. Locker bleiben, richtig Atmen, Arme und Schultern lockern, …

Nuja… Irgendwann waren wir in Ludwigsfelde. Meinen Rhytmus, die mir sonst eigene Lockerheit, habe ich nicht mehr gefunden. Mit sehr viel Kraftaufwand ereichten wir das, was ich als mein Limit bezeichne, sowie das Ziel nahezu gleichzeitig. Bei 1:27:12 Stunde   liefen wir “Hand in Hand” ins Ziel. Kurioser Weise haben wir auf dem letzten Kilometer sogar noch einige Läufer überholt. Ich fühlte mich ja schon mies. Was haben die gefühlt haben, von einem taumelnden tAXMAN überholt zu werden?

Fragt mich nicht wie, aber irgendwie haben wir es geschafft,7 Minuten schneller als noch vor einem Jahr zu sein (Der Ganzkörpermuskelkater, vor allem im Schulterbereich spricht deutlich Bände für verkrampftes Laufen). Nach kurzer Verschnaufpause und intensivem Kampf mit dem Brechreiz schoss mir die Antwort auf die vielen Warums durch den Kopf. Ankommen! Die eigenen  Grenzen erfahren und überschreiten. Gesetzte Ziele erreichen! Und eben diese Dinge mit einem Freund erleben. Jupp! Das isses! Das macht es möglich und eben auch wert. :lol:

Danke Stuart. Schön, dass du mich nicht “am Baum hast hängen lassen”.   :wink:

Meine Herren Junioren haben ihren Silvesterlauf über 2,8km gemeinsam absolviert. Lediglich kurz vor dem Ziel gab es einen Kampf um den besseren Platz. Beide hatte ihren “Spaß”, ein gemeinsames Erlebnis und in der Wertung die jeweils dritte Platzierung in ihrer Altersklasse. :razz:

Alles in allem war der Silvesterlauf ein würdiger Abschluss für das Sportjahr 2008. Trotz einiger Tiefschläge, körperlicher Gebrechen und gemeiner Verletzungen hat  mich das Jahr 2008 ein großes Stück weitergebracht. Das erste “große” Wettkampfjahr hat mich einiges an Startgeldern gekostet,  an großen und kleinen Veranstaltungen teilnehmen lassen,  nach Hamburg geführt und ‘nen neuen Freund finden lassen. Hochs und Tiefs im Wechsel. Festzuhalten bleibt, dass man nie zu alt für Neues oder für Weiterentwicklung ist. Mit Konsequenz und Willen, etwas Planung und häuslicher Unterstützung kann man immer was reißen.

Never give up! Gesundes neues Jahr und Sport frei! :grin: Alles Gute für 2009!

Das meint übrigens die Presse: Sportlicher Jahresausklang – 31. Auflage des Silvesterlaufs Zossen-Ludwigsfelde

Wenn man(n) älter wird, …

Sonntag, September 21st, 2008 |

schwindet die körperliche Leistungsfähigkeit. So oder so ähnlich habe ich mir das jedenfalls vorgestellt, als ich vor einigen Jahren die Schwelle des 30-sten Lebensjahres überschritten habe. Natürlich wollte ich das so nicht hinnehmen und habe nur wenig später alles daran gesetzt, den alternden, übergewichtigen und von täglich 2 Schachteln Zigaretten lädierten Kadaver wieder in Schuss zu bringen. Ich habe das mit einer Konsequenz gemacht, die mir nur wenige zugetraut haben. Aus dem Dickerchen, wie mich damals “liebevoll” ein “Freund” bezeichnete, wurde der tAXMAN, der keine Trainingseinheit ausfielen ließ. Laufen, Radfahren, Schwimmen und Fitnesstraining im Studio halfen mir, meine vorgezogene Midlifecrisis zu bewältigen, überflüssige Pfunde abzuschmeißen und neue Ufer zu erreichen. Aufmerksame Leser dieses Blogs durften ja bereits an dem ein oder anderen sportlichen Erfolgserlebnis teilhaben. (weiterlesen …)

Da waren nur Helden!

Montag, August 25th, 2008 |

Seit gestern weiß ich, dass jeder, der an “Norddeutschlands schönsten Halbmarathon” (Blankeneser Halbmarathon – Heldenlauf 2008) teilnimmt, als Held bezeichnet werden darf. Zeit? Egal! Hauptsache durchgekommen! Jawoll!

*schrei* IHR SEID ALLE HELDEN! *schrei* (weiterlesen …)

Hilferufe

Montag, Mai 19th, 2008 |

Es ist Sonntagabend, Familie tAXMAN sitzt beim Abendbrot. Irgendwas dringt quiekend in mein Ohr. Nachbars Mädels denke ich mir und mache eine Bemerkung in Richtung meiner Jungs.
Nun hören alle hin und wir stellen fest, dass das was wir hören doch kein Kindergeschrei sondern ein ernst zu nehmender Hilferuf ist. “Hilfe! Bitte helft mir!”
Ein Blick aus dem Küchenfenster bringt nix. Frau tAXMAN verschwindet im Garten und gleich über Nachbars Zaun. Dort stellt sie fest, dass die Hilferufe von einem der anliegenden Grundstücke kommen. Unsere neue Nachbarin saß mit ihrem 1½ -Jahre alten Kind auf dem Rasen und versuchte den Kleinen zu beatmen und wieder wach zu bekommen. Blaue Lippen, blaue Höfe rund um die Augen, ein fast blaues Gesicht und eine verzweifelte Mutter. Während Frau tAXMAN mit half rief ich die Feuerwehr. Nach schier endlosen Versuchen war der Kleine wieder da und guckte uns verstört an. Der Atem ging rasselnd und schwer und irgendwie wollte der Knirps immer wieder wegtreten. Als der von mir gerufene Rettungswagen und -arzt kamen (nach gefühlten 8 Minuten – die Bahndammschranke war mal wieder unten) machte sich erste Erleichterung breit.
Ich bin froh, dass meine Kinder inzwischen größer und handlicher sind. Bei jedem der beiden hatten wir ähnliche Vorfälle und Ängste. Unsere Jungs hatten als Säuglinge ziemlich starke Pseudokruppanfälle, die von pfeifendem Atem, Atemnot und elterlicher Angst begleitet wurden. Der gestrige Vorfall rief uns unsere nächtlichen Fahrten ins Krankenhaus und im Schneeanzug verpackte bei etlichen Minusgraden vor dem offenen Fenster schlafende Kinder und bibbernde Eltern in Erinnerung. Bloß gut, dass das vorbei ist. :eek:

Ich hoffe, dass es dem Kleinen besser geht. Mal schauen, ob er (wenn er denn aus dem Krankenhaus kommt) oder seine Eltern mir in den nächsten Tagen über den Weg laufen. Ich drücke ihm die Daumen.

Willkommen

Auf den folgenden Seiten starte ich den verzweifelten Versuch ein Blog am Laufen zu halten. Wer hereinschaut wird zwangsläufig mit meiner Meinung, meinen Hobbies und ... weiterlesen
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