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Mittwoch, September 1st, 2010 |
Vor nunmehr fast 2 Wochen war es soweit. Der Saisonhöhepunkt in Form des Berlin Man stand auf dem Programm und soll hier nun blogtechnisch abschließend abgearbeitet werden.
Eine Woche vor dem Wettkampf steigerte sich mein Lampenfieber auf den Höhepunkt und ließ mich nachts kaum noch schlafen. Der Urlaub in Italien war irgendwie viel zu erholend und schien damit auch irgendwie alles andere als die optimale Vorbereitung für meine erste Mitteldistanz gewesen zu sein. Mein subjektives Formempfinden beflügelte mich nicht besonders. Die Probefahrt auf der Wettkampfstrecke gab mir auch noch mal einen Dämpfer, denn nach knapp 100km im doch “bergigen” Berlin, sah ich meine Felle davonschwimmen. Die Devise für den Wettkampftag lautete also heil durchzukommen und das Minimalziel hieß Finish unter 6 Stunden.
Am Sonntagmorgen hieß es gegen 4:30 Uhr aufstehen um um kurz nach 6 die Wechselzone am Berliner Wannsee zu betreten. Meine inzwischen schon schmerzhafte und Übelkeit mitbringende Aufregung legte sich langsam. Nach dem Einrichten meines Platzes in der Wechselzone blieb genug Zeit, den ein oder anderen alten Bekannten zu begrüßen und die letzten Tipps für den kommenden Wettkampf entgegen zu nehmen.
Um 8:10 Uhr fiel der Startschuss für die zweite Welle, in der auch ich mich befand. Schwimmender Start im nach grasgrünen, von undefinierbaren grünen Schwebeteilchen durchsetzten und “nach Scheiße und Diesel schmeckenden” Wannsee. Es galt 2,2km in Form einen Rundkurses zu schwimmen. Das Wasser war nicht so blau und auch nicht so salzig wie das Mittelmeer, trug mich aber prima. Trotz Brustschwimmen blieb ich mit einigen Kraulern auf gleicher Höhe und kam relativ entspannt nach ~ 48 Minuten ins Schwimmziel. Super, 10 Minuten gutgemacht – der Tag begann gut.
Den Wechsel zum Rad ließ ich gewohnt gemächlich angehen. Abtrocknen, Füße gründlich vom Sand befreien, Trinken, Helm, Radschuhe, Brille, Startnummer… Los! Auf der Radstrecke versuchte ich meine Kräfte gut einzuteilen. Dank Probefahrt vor einigen Tagen wusste ich, wann die doch heftigen Anstiege kamen und wo Zeit und Gelegenheit für Riegel und Gel waren. 90km waren in 4 Runden auf einem Rundkurs zu absolvieren. 4 Mal musste ich also am Grundwaldturm hochkraxeln und 4 Mal die Kopfsteinpflasterpassage passieren. Der Anstieg bereitete denn auch weniger Probleme als das Pflaster. Mit knapp 35 Sachen schepperte ich jedes Mal über das grobe Pflaster. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. In Runde 3 verlor ich die erste Trinkflasche und in Runde 4 den kompletten, (vormals) am Sattel befestigten Trinkflaschenhalter incl. Flaschen. :ditsch: Ein teurer Spaß, der mich jedoch nicht wirklich ärgerte, da ich froh war den Abgang des Anbaus ohne Sturz überstanden zu haben.
Nach ~ 2:50h (Fahrzeit) (2:56h incl. der Wechsel) hatte ich die 90km absolviert und begab mich zur letzten und auch zweifelhaftesten Etappe des Tages. Die ersten Schritte auf der Laufstrecke fühlten sich gut an. Von schweren Beinen war nichts zu spüren und ich konnte auch gleich mein gewohntes Tempo anschlagen. Leider hielt das nicht lange vor, denn nach nur wenigen hunderte Metern kündigten sich die ersten Krämpfe im vom Radfahren ausgelaugten Oberschenkel an. Vorsichtiges Dehen ließ den Krampf verschwinden und mich einige Meter weiterlaufen. Weit kam ich nicht! Krämpfe meldeten sich nun alle paar Meter, ließen keinen Laufrythmus zu. Ab der zweiten Runde, also Kilometer 5, kamen zu den Krämpfen im Oberschenkel noch Wadenkrämpfe hinzu. Mitunter sprang ich wie Rumpelstielzchen von der Laufstrecke und wusste nicht so recht, wo ich zuerst dehnen soll. Ich hätte heulen und eben auch alles hinschmeißen können. Die erste Runde a’ 5km lief ich noch um die 28 Minuten, Runde 2 in ~29. Runde 3 spazierte und krampfte ich in ~ 35 Minuten ab und hätte fast geschmissen, da zu den Krämpfen nun auch noch die totale Erschöpfung und Kraftlosigkeit kam. In der letzten Runde schleppte ich mich mit stetigen Krämpfen und wie ich meine auch Kreislaufproblemen bis zur ersten Versorgung und von da ins Ziel. Die letzte Runde bin ich wohl nur “gelaufen”, weil ich es mir nie verziehen hätte, trotz erfüllbarem Minimalziel (Finish >6h) aufgegeben zu haben. Nach “nur” 5:54 Stunden überquerte ich irgendwie die Ziellinie und verfluchte so ziemlich jeden, der mich zur Teilnahme ermutigt hat. Nie wieder würde ich bei einem solchen Wettkampf starten. NIE, NIE, NIE!!!!
Heute sehe ich das entspannter. Die Erschöpfung ist überstanden, der Muskelkater verschwand auch nach 4 Tagen und irgendwie hat die Quälerei ja doch ihren Reiz. Weiter gehts, die nächste Mitteldistanz ist in Planung…
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Sonntag, August 1st, 2010 |
Da unsere Reiseleitung der Meinung ist, dass man im Urlaub nicht nur am Strand liegen und Rad fahren sollte, ging es die Tage auf Entdeckungstour. Santo Stefano di Camastra bot der Reiseleitung genügend Anreize in Form von Keramik, sodass die ca. 1-stündige Fahrt und entsprechende Mautgebühren gerechtfertigt erschienen. Das mit der Keramik stimmte. Ansonsten erwies sich Santo Stefano di Camastra, das zumindest vom Namen sehr viel hermacht, als trauriges und irgendwie auch unansehnliches Nest mit jeder Menge Keramikfabriken und -lädchen. Da wir, Gott sei es gedankt, nur mit einem Kombi unterwegs sind, verzic
htete die Reiseleitung nach langem hinundher auf den Erwerb einer handbemalten, keramischen Tischplatte für die heimische Terasse - Maße ~ 50×150, Gewicht ca. 1 Tonne - und gab sich mit 2 sehr schönen und ebenfalls handbemalten Tassen für den heimischen Kaffee zufrieden.
So konnten wir nach einem Kurzen Abstecher zum Fototermin bei der der Guardia di Finanza unserer Rundreise in Richtung Etna fortsetzen.
Die Fahrt zum Etna/ dt. Ätna führte in endlosen Serpentinen, bergauf und bergab, auf bis zu 1500 Meter durch eine fantastische Landschaft und Schutzgebiete (Parco Naturale dei Nebrodi).
Als dann endlich der Etna
zu sehen in Sichtweite war, zog ein wirklich gigantisches Unwetter auf, das uns mit wahrhaftigen Wasserfluten sowie Blitz und Donner bergab spülte.

Erst in Küstennähe, also ca. 2 Stunden später, hellte der Himmel wieder auf und die Temperatur stieg von
eisigen 17°C auf angenehme 27°C. Kurzum, mit der Besichtigung des Etna und der vom Junior geplanten Entnahme von Boden- und Lavaproben wurde es nichts.


Dafür gab es störrische Jungrinder auf der Fahrbahn, die unbeeindruckt von jeglichem Lärm und Hupen keinen Millimeter zur Seite traten sowie das ein oder andere wie an den Berg geklatschte und nett anzusehende Örtchen. Und das ist ja auch was Wert.

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Freitag, Juli 30th, 2010 |
1. Auf Handzeichen verzichtet man hier in Italien lieber. Egal was man macht, macht man verkehrt. Da will ich mal nett sein und gewähre einer italienischen Autofahrerin die Möglichkeit zum Ausparken, geht das doch nach hinten los. Meine auf Schulterhöhe, mit den Handflächen nach oben zeigenden Hände sollten eigentlich andeuten, dass ich nicht weiter zurückfahren kann, da der Hintermann mir bereits auf der Pelle hockt. Ich weiß nicht was die Geste hier bedeutet, aber es ist mit Sicherheit nichts nettes. Das verbale Gewitter, das mich ereilte ist an Heftigkeit nicht zu überbieten. Mich retteten lediglich die hinter mit Hupenden.
2. Rollerfahrer anhupen kann sehr lustig sein. Gelegenheiten bieten sich häufig, da man stets und ständig von diesen Irren überholt und geschnitten wird. Reagiert man dann typisch Deutsch und hupt, kann man ein Donnerwetter erleben. Rollerfahrer sind im hiesigen Verkehr so etwas ähnliches wie Gott. Sie sind allgegenwärtig, können und dürfen alles!
AAAAMEN!
3. Kaktusfrüchte sollte man nicht klauen. Ja klar! Klauen sollte man eigentlich überhaupt nicht, aber Kaktusfrüchte eben auf gar keinen Fall! Die Stacheln dieser kleinen Früchte sind nicht zu beherrschen. Wir haben inzwischen 2 Pinzetten gekauft, da die Stacheln sehr schmerzhaft, ziemlich winzig und eben nicht anders zu entfernen sind.
Kleine Sünden straft der liebe Gott eben doch sofort.
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Samstag, Juni 26th, 2010 |
Ich mach’s kurz. Heute gabs den Albert-Wuthe-Gedenklauf über 15km. Zum zweiten Mal war ich dabei, hatte den Lauf vom Vorjahr jedoch noch als ziemliche Quälerei in Erinnerung.
Punkt 10:00 Uhr gings auf den zweifachen Rundkurs. Ich lies es diesmal gemütlicher angehen, teilte mir meine Kräfte von Beginn an ein. Nach 500m stellte ich fest, dass meine GPS-Uhr noch im Fahrradbetrieb lief. Das geht natürlich nicht, da ich nicht die Geschwindigkeit in km/h, sondern meinen Pace in Min./km sehen möchte. Also hangelte ich mich laufend durch die Menüs verdrückte mich, fluchte und riss einen der Stifte, mit denen das Armband an der Uhr befestigt ist heraus. Der Stift flog in hohem Bogen davon und die Uhr baumelte am Handgelenk. Ein gelungener Start…
Ab sofort trug ich die Uhr in der Hand. Die Einstellungen für den Laufbetrieb habe ich dann auch noch irgendwann gefunden, sodass ich mich ab 1,5km auf die Lauferei konzentrieren konnte.
Der sparsame Start machte sich im Laufe des Rennens positiv bemerkbar. Nach und nach holte ich vor mir Laufende ein und überholte sie. Das Programm spulte ich locker und relaxed bis zum Ende ab und trudelte locker nach 1:10:57h ins Ziel. Okay, letztes Jahr war ich ‘nen Tick schneller, habe mich dafür aber auch übel gequält. Ohne die Querelen mit der Uhr, hätte ich sicher die Vorjahreszeit unterboten. Alles in allem hinterließ der Lauf ein gutes Gefühl. Die Form ist da und wird stetig besser, mir tut nichts weh und das Ganze macht Spaß. Was will man mehr?
Achso… Platz 3 in meiner AK! Okay, oder!?
Fotos mit freundlicher Genehmigung von H.J. Burow
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Montag, April 26th, 2010 |
In den letzten Tage kreuzten machten einige Berichte über kostenlose Tshirts von 3dsuppply die Runde. Da ich gerade im Facebookrausch bin fand ich dieses Shirt (bei Flo entdeckt) ganz putzig und habe mich zu diesem kleinen Beitrag hinreißen lassen. Schaun mer ma, ob’s klappt…
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Montag, April 12th, 2010 |
Ich konnte mich dem Trend ja nicht ewig verweigern. Wer mich sucht, kann mich finden!
DA!!!!!!!!!
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Donnerstag, Februar 4th, 2010 |
Did you watch porn?
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Mittwoch, Januar 20th, 2010 |
Angeregt durch Ruedigers Beitrag über die Pestmaschinen wollte ich auch mal mein enormes Standvermögen beweisen. Das Geld liegt auf der Strasse oder steht im Büro. Wenn da nur nicht die Hürde mit dem Automaten zu nehmen wäre. Aber noch ist Platz. Ich sammel weiter und werde zum Apltraum derer, die hinter mir in der Schlange am Pfandautomaten stehen.
Foto taken with iPhone & pimped by Colorsplash
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Donnerstag, Dezember 31st, 2009 |
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