Abgezockt und selber schuld! SMS, die teure Alternative…
Meine Verhältnis zur SMS (Short Message Service) ist inzwischen allg. bekannt. Vor knapp 4 Wochen hatte ich mich hier aufgrund eines cold calls von T-Mobile nicht nur ablehnend, sondern auch abwertend über diese Art der Kommunikation (wenn man das Getippsel aus 160 Zeichen als solche bezeichnen kann) geäußert.
Heute bin ich nun über einen Beitrag gestolpert, der sofort meine Aufmerksamkeit hatte und mich in meiner Meinung bestätigt. Immerhin bin ich ein kostenbewusster Mensch, der beim Surfen im Internet, beim Telefonieren die kostengünstigste Variante wählt. Naja, wer tut das heute nicht. Alle Welt feilscht um den besten Telefonvertrag, die Internetflat und einen Webhoster, der möglichst viel Traffic für kleines Geld bei großen Speicherplatz bietet.
Geht es jedoch um den Versand von verstümmelten Kurznachrichten, scheint sich keiner einen Kopf zu machen. Dröge werden alle Tugenden wie die deutsche Rechtschreibung und Grammatik, guter Ausdruck und eine feine Wortwahl vernachlässigt, Satz- und Leerzeichen eingespart um möglichst viel Information auf 160 Zeichen zu verteilen. Kosten? Im Regelfall 19 Cent!
Internetnotizen hat basierend auf einer Berechnung eines Dr. Nigel Bannister dargestellt, wie hoch die Kosten für 1MB (in Worten ein Megabyte) SMS in Deutschland sind.
Lt. dieser Berechnung beträgt
- die maximale Länge einer SMS 140 Bytes. (jedes Zeichen benötigt 7 Bits –> 140*8/7 = 160 Zeichen).
- 1MB = 1024 KB = 1.048.576 Bytes
- 1.048.576 Bytes / 140 Bytes = 7489, 82 –> ~7489 SMS
- 7489 SMS verursachen also einen Traffic von 1 MB
- bei Kosten von 19 Cent/SMS entspricht dies einem Preis von 1422 EUR. Selbst bei dem günstigeren, rabattierten Preis von 12 Cent/SMS kostet 1 MB noch dicke 898,68 EUR.
Ganz schön happig, oder?! Ich habe so meine Zweifel, dass Internet, Email, Bloggen, … bei derartigen Preisen eine so rasante Entwicklung hingelegt hätten. Vielleicht sollte der Nutzer und Konsument sein SMS-Verhalten überdenken, um die Anbieter zu reellen Preisen zu bewegen. Naja, mich für meinen Teil juckt es ja nicht wirklich aber wie schaut es bei euch aus?
SMS’t ihr inflationär? Habt ihr euch über die (Traffic-)Preise schon mal Gedanken gemacht?
20 Meinungen zu “Abgezockt und selber schuld! SMS, die teure Alternative…”
Von trinec
am 11. Juni 2008 um 12:02 | Kommentieren
Ja, das leidige Thema der SMS. Diese waren bei meinem ersten Vertrag noch kostenlos, später irgendwann 9cent und dann gingen die Preise hoch! Nunja, da ich viel SMS schreibe – knapp 150 Stück im Monat (früher waren es mal um die 300) – fahre ich mit einem Alten Web Tarif von E+ für sowas sehr gut. So kosten dann 50 Freiminuten in jedes Netz und 150 Frei SMS nur ~8€ im Monat. Ich denke, das ist auch heute noch ein fairer Preis :)
Von gr4y
am 11. Juni 2008 um 12:28 | Kommentieren
Ich hatte einen sehr günstigen Webhoster.
Schlechter Support und sehr inperformante Server, zumindest für Blogs.
Seit kurzem bin ich bei einem teureren Hoster, bei dem man sehr schnellen Support bekommt.
Ich möchte dort einfach nicht wieder weg.
Und die höheren Preise nehme ich dafür gerne in Kauf!
Im übrigen werde ich in Zukunft nicht wieder das günstigste Angebot nehmen.
Von Schrottie
am 11. Juni 2008 um 13:07 | Kommentieren
Ich schreibe eigentlich nie SMS, denn in einem kurzen Telefonat kann ich wesentlich mehr Informationen für weniger Geld austauschen.
Von md
am 11. Juni 2008 um 14:20 | Kommentieren
Ich mach mir da überhaupt keine Gedanken. Da ich Student bin, bekomme ich 150 Frei-SMS im Monat, die ich eh nicht ausreize. Das maximale, was ich bisher hatte, waren glaube ich 50 oder 60 SMS in einem Monat.
Von Matthias
am 11. Juni 2008 um 14:27 | Kommentieren
Ich habe keine Freunde, deswegen brauche ich auch keine SMS…
Aber ganz im Ernst, ich verschicke kaum SMS. Allerdings telefoniere ich auch nicht so viel. Naja, wenn ich bald das iPhone mit x Freiminuten habe, ändert sich das vielleicht. Und Twitter mit SMS an eine Auslandsnummer zu befüllen ist auch teurer als kurz eine UMTS-Verbindung aufzubauen…
Von gr4y
am 11. Juni 2008 um 14:35 | Kommentieren
@Matthias: Du bist also auch Twitter-Abhängig. :D Also ich bezahl da nicht mehr als für ne ganz normale SMS ins Deutsche Vodafone-Netz.
Ich schreibe selten SMS. Vielleicht maximal 2 pro Woche.
Von Meg
am 11. Juni 2008 um 15:22 | Kommentieren
In der Regel komme ich mit meinen 200 Frei-SMS im Monat aus, ausser in den letzten 2 Wochen, da habe ich mir teilweise die Finger wund getippst – es wird mehr.
Ich mag es. Aber es ist nicht mehr so schllimm wie vor ca. 8 Jahren, als ich meinen Rekord von 980 SMS/Monat aufstellte …
Von tAXMAN
am 11. Juni 2008 um 16:34 | Kommentieren
150, 300, 200, … Was für Zahlen!!!
980!!!! :shock: Meg! Ich hoffe, dass du hast das therapieren lassen. Mal ehrlich, das muss aber ein toller Typ gewesen sein.
Von Frau W.
am 11. Juni 2008 um 16:50 | Kommentieren
Ich halte es diesbezüglich wie Schrottie. Alle Informationen in einer SMS unterzubringen, ist mir als Vielschreiber leider unmöglich. Nutze die Dinger lediglich für sinnvolle Mitteilungen á la “Bin unterwegs”.
Sollte ich nicht anrufen können/wollen, dann gibt’s ne Mail. Passt mehr rein und kost nix. :wink:
Von tAXMAN
am 11. Juni 2008 um 16:53 | Kommentieren
*gradtotlach*
Irgendwas geht heut mit mir durch, ich las “Ich komme” und könnte mich nach wie vor darüber zerhacken…
Bloß gut dass du geschrieben hast “Bin unterwegs”.
Ich muss zum Sport, sonst nimmt das noch ein schlimmes Ende! :mrgreen:
Von Frau W.
am 11. Juni 2008 um 17:02 | Kommentieren
Du auch?!
Meine Fresse, heute scheinen die Hormone blogübergreifend zu kollabieren. Bloß wech hier, vielleicht ist das ansteckend.
*flüster* Wenn ich komme, schreibe ich vorher keine SMS mehr. Die Zeit habe ich nicht.
Von gr4y
am 11. Juni 2008 um 17:38 | Kommentieren
@taxman: Och das kenn ich. Bei mir ist das so:
Morgens bin ganz normal bin das ‘Ich komme’ würde ich als ‘Ich erscheine’ interpretieren.
So ab Mittag fange ich dann schon an zu überlegen welches kommen denn wohl gemeint ist.
Und nachmittags denk ich dann nicht mehr ans erscheinen sondern an das andere kommen.
Von Meg
am 11. Juni 2008 um 21:31 | Kommentieren
Das war damals neu, ich musste nichts dafür bezahlen, saß an der Quelle, hatte einen schnellen Daumen, es waren mehrere Kerle und … heute ist das nicht mehr so wild.
Außerdem kann man sich wunderbar kurz fassen.
Was ich bloss nicht leiden kann, sind die “hdl brb imho”-Abkürzungen.
Von tAXMAN
am 11. Juni 2008 um 23:09 | Kommentieren
brb = be right back – bin gleich zurück
imho = meiner Meinung nach…
hdl = :neutral:
Von Meg
am 12. Juni 2008 um 10:02 | Kommentieren
imho = meine BESCHEIDENEN Meinung nach …
hdl kennst Du nicht? :neutral:
“hab dich lieb”, meine ich …
Von Marco
am 19. Juni 2008 um 10:49 | Kommentieren
Damals, als die Mobiltelefone noch die doppelte Größe einer Zigarettenschachtel und ein Gewicht eines Bergbautelefons aufwiesen, nutzte ich diese Funktion auch recht häufig. Ich konnte es irgendwann auch recht schnell und vor allem blind.
Heute nutze ich es kaum, muss für das doch recht kurze Wort “Ja” scho auf die Tastatur gucken und hasse es einfach nur. Ich bekomme jedes mal einen Anfall, wenn meine Frau lieber 10 mal hin und her schreibt, anstatt einfach ein kurzes Telefonat zu führen … schrecklich :cry:
Von bluehilltec
am 19. Juni 2008 um 16:41 | Kommentieren
Für den Preis von 19 Cent für eine SMS, kann ich mehr als eine Minuten Telefonieren. Also so richtig in Konversation gehen. Eine tolle Sache, muss man mal ausprobiert haben.
So direkte Frage und prompte Antwort.
Sei dem ich das weiß, schreib ich nur noch denen eine SMS die im selben Netz wie ich sind. Dann ist das schreiben kostenlos. Alle anderen haben es richtig gut, die bekommen einen Anruf!
Von tAXMAN
am 19. Juni 2008 um 19:03 | Kommentieren
Es gibt einen Provider bei dem man kostenlos netzintern SMS verschicken kann? Schau an. Das ist sicherlich nicht t-m*bile. Das wüsste ich …
2 Trackback(s)
[...] Auch wenn folgender Vergleich möglicherweise ein bisschen holprig ist, ist er trotzdem hochinteressant und zeigt, wie teuer Kurznachrichten sind. Überträgt man ein Megabyte Daten nicht über UMTS, sondern über Kurznachrichten, müsste man bei 19 Cent pro Nachricht stolze 1.422 € berappen. Die Berechnung lautet (Quelle): [...]
[...] – umgerechnet auf mitteleuropäische Verhältnisse – ausmacht, kann man bei InternetNotizen oder Taxmantom [...]
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